In Luzern geht das Streusalz aus

Die Rheinsalinen haben die Verteilung von Streusalz kontingentiert. Die Stadt Luzern führt bereits einen «reduzierten Winterdienst» ein.

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Hermann Duss, Mitarbeiter des Luzerner Werkhofs, beim Beladen eines Streufahrzeugs. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Hermann Duss, Mitarbeiter des Luzerner Werkhofs, beim Beladen eines Streufahrzeugs. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Es ist erst Mitte Dezember, und schon wird das Streusalz knapp. Bei den Schweizer Rheinsalinen AG, die in der Schweiz quasi ein Salzmonopol hat, wurde jüngst die Kontingentierung beschlossen. «Viele stürmen, es geht zu und her wie auf einem Basar», sagt Armin Roos, Leiter Marketing und Verkauf bei Rheinsalinen AG. «Deshalb müssen wir jetzt genau abklären, wer das Salz am dringendsten braucht.» Vorrang hätten primär Bergkantone mit Autobahnen wie Uri, aber auch Kantone mit grossen Verkehrsdrehscheiben, wie Bern oder Zürich.

Wo möglich wird Splitt eingesetzt

Andere Kunden müssen Kürzungen der Lieferungen in Kauf nehmen. Loses Streusalz kann erst ab dem 6. Januar wieder geliefert werden. Streusalz in 25- oder 50-Kilogramm-Säcken, das auf Trottoirs und in Fussgängerzonen eingesetzt wird, sogar erst im März. Die Stadt Luzern hat bereits reagiert und einen «reduzierten Winterdienst» eingeführt. «Wir gehen sehr sparsam mit dem Salz um und setzen, wo möglich, Splitt ein», sagt Franz Suter, Leiter des städtischen Werkdienstes. Hauptverkehrsachsen, steile Strassen und die VBL-Linien würden auf jeden Fall gesalzen. Auf Nebenstrassen komme hingegen vermehrt Splitt zum Einsatz.
Keine Sorgen über die Salzvorräte macht man sich beim kantonalen Luzerner Strasseninspektorat, das für den Winterdienst auf den Kantons- und Nationalstrassen zuständig ist. «Unser Lager umfasst 5000 Tonnen Streusalz. Dieses ist immer noch zu 80 Prozent gefüllt», sagt Leiter Markus Müller.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.