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In Malters boomt die Gastronomie

Sushi- und Tapas-Bars, ein neues Konzertlokal und bald auch ein Food Festival: Die Malterser Ausgehszene wird immer vielfältiger. Kein Wunder: Das Dorf wird für Gastronomen zunehmend zu einem interessanten Pflaster.
Gina Bachmann
Roland Scherer in seinem neuen Eventlokal «Parolanto» in Malters. (Bild: Roger Grütter, 11. Mai 2019)

Roland Scherer in seinem neuen Eventlokal «Parolanto» in Malters. (Bild: Roger Grütter, 11. Mai 2019)

Es ist der neuste Zuwachs in der Malterser Gastronomie: Roland Scherers Eventlokal «Parolanto». In der ehemaligen Maschinenfabrik Fankhauser werden ab sofort einmal pro Monat Konzerte veranstaltet und ab und zu private Anlässe wie Geburtstage oder Hochzeiten stattfinden. Der gelernte Landschaftsgärtner Scherer hat das Lokal von rund 350 Quadratmetern während zwei Jahren selbständig renoviert und dabei viel vom Industrie-Charme des Gebäudes in die Gestaltung miteinbezogen.

Kaum eröffnet, sind schon mehrere Anlässe gebucht. Scherer:

«Die Nachfrage war schnell da, auch von Leuten aus der Nachbarschaft».

Scherer spricht mit seinem Lokal im Retro-Stil ein junges bis junggebliebenes Publikum an. Der Ruswiler ist überzeugt, dass Malters dafür der richtige Ort ist – und ist mit dieser Einschätzung nicht der einzige. In den letzten Jahren ist das gastronomische Angebot in Malters gewachsen und deutlich vielfältiger geworden. Im Traditionsrestaurant Klösterli etwa legt das seit letztem Dezember aktive Wirtepaar Thomas und Melody Schenk-Lam eine chinesische Speisekarte auf. Wo bisher Schweizer Kost serviert wurde, können jetzt Frühlingsrollen und Peking-Ente bestellt werden. Das Klösterli ist nach der 2012 eröffneten Sushi-Bar Zeku das zweite asiatische Angebot in Malters.

Melody und Thomas Schenk wirten neu im «Klösterli» mit asiatischen Spezialitäten. (Bild Corinne Glanzmann, 14. Dezember 2018)

Melody und Thomas Schenk wirten neu im «Klösterli» mit asiatischen Spezialitäten. (Bild Corinne Glanzmann, 14. Dezember 2018)

Das Sushi-Restaurant Zeku war das erste asiatische Restaurant in Malters. (Bild: Roger Grütter, 6. April 2017)

Das Sushi-Restaurant Zeku war das erste asiatische Restaurant in Malters. (Bild: Roger Grütter, 6. April 2017)

Riesige Auswahl an Bier und Burgern

Auch in der ehemaligen «Braui» ist seit Juli letzten Jahres ein neuer Wirt am Werk. John Mamie schenkt in seiner «Old Brewery» 56 verschiedene Craft-Biere aus, serviert hausgemachte Burger, und liegt damit in einem gastronomischen Trend, der auch in Städten wie Luzern seit einigen Jahren zu beobachten ist. Doch Mamie, der schon in Zug und Udligenswil gewirtet hat, hat sich für Malters entschieden:

«8000 Einwohner, ein stetes Bevölkerungswachstum und ein guter Verkehrsanschluss nach Luzern machen Malters zu einem attraktiven Standort».

Abgesehen von diesen beiden grösseren Restaurants gibt es im Dorf auch einige kleinere gastronomische Neuheiten. 2017 eröffneten die drei Malterserinnen Maria Birri-Brühlmann, Charlottte Geisseler und Christa Furrer das Restaurant und Café S-Tisch. «Wir haben zwar nur drei Tische, dafür gibt es bei uns auch nachmittags noch etwas zu Essen», sagt Furrer.

Malters ist um fast 1000 Einwohner gewachsen

Andere Nischen bedienen etwa das im Mai dieses Jahres eröffnete Kebab-Restaurant «Imbiss Malters» und der 2014 in Betrieb genommene Kiosk am Schwellisee, wo es letzten Sommer ebenfalls einen Betreiberwechsel gegeben hat. Jeweils über die Sommermonate werden dort Getränke und Snacks angeboten. Und erst kürzlich ist bekannt geworden, was aus der noch freien Gewerbefläche in der Zentrumsüberbauung Höfe werden soll: eine Tapas-Bar mit rund 100 Sitzplätzen. Das Baugesuch wurde Mitte Mai bei der Gemeinde eingereicht. Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Malters ist bevölkerungsmässig stark gewachsen, in den letzten 10 Jahren um fast 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Gemeindepräsidentin Sibylle Boos-Braun sagt, Malters habe gemessen an seiner Einwohnerzahl zwar schon immer ein grosses gastronomisches Angebot gehabt, doch in den letzten fünf Jahren sei noch mehr Bewegung ins Dorf gekommen. Sibylle Boos-Braun stellt fest:

«Malters wird urbaner.»

Diese Einschätzung teilen viele der Gastro-Betreiber. Roland Kuster von Zeku Sushi an der Bahnhofstrasse etwa sagt, Malters sei in den letzten Jahren nicht nur gewachsen, sondern auch offener gegenüber neuen Angeboten geworden.

Pfadi organisiert erstes Street Food Festival

Dass Malters längst zu einem Dorf geworden ist, das man abends auf der Suche nach vielfältiger Küche nicht mehr unbedingt Richtung Luzern verlassen muss, beweisen nun auch sechs junge Männer der Pfadi Malters. Mit dem Ziel, die Pfadi im Ort präsenter zu machen, werden sie am kommenden 15. Juni das erste Streetfood-Festival in Malters durchführen. 12 Stände sind geplant, über die Hälfe davon wird von Restaurants aus Malters betrieben. OK-Chef Melas Furrer sagt, das Interesse am Anlass sei gross und man könne sich gut vorstellen, das Festival auch nächstes Jahr wieder durchzuführen.

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