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In Root gibt es bald gratis Früchte zum Naschen

Auf private Initiative wird in Root nächsten Sommer ein Naschgarten entstehen. Auch die Bevölkerung kann mitgärtnern. Zudem will die Gemeinde Schulklassen ins Projekt mit einbeziehen.
Gabriela Jordan
In Root ist ein Naschgarten geplant - mit Himbeeren, Heidelbeeren oder Johannisbeeren (Bild: PD)

In Root ist ein Naschgarten geplant - mit Himbeeren, Heidelbeeren oder Johannisbeeren (Bild: PD)

Im Vorbeigehen Äpfel, Birnen und Beeren pflücken, ohne sie bezahlen zu müssen: Das gibt es inzwischen immer häufiger, und zwar in sogenannten Naschgärten. In der Region Luzern haben bereits mehrere Gemeinden und Quartiere solche Gärten errichtet. Beispielsweise gibt es einen in der ABL-Siedlung Neuweg in der Stadt oder beim Kindergarten Meierhöfli in Emmen. Ein weiterer ist zudem beim Neubad vorgesehen. Bekannt ist auch die seit letztem Jahr bepflanzte Betonwand mitten in Zürich.

Ein ähnliches Projekt ist nun in Root vorgesehen: Wie dem aktuellen «Info Root» zu entnehmen ist, sollen auf einem gemeindeeigenen Grundstück einheimische Pflanzen mit essbaren Früchten gepflanzt werden, zum Beispiel Johannisbeeren, Heidelbeeren oder Äpfel. Am Naschgarten soll sich die ganze Rooter Bevölkerung erfreuen – das Naschen der Früchte ist ausdrücklich erwünscht.

Das Grundstück befindet sich rechts nach der Fussgängerunterführung Alte Perlenstrasse. Momentan ist dort noch eine Baustelle, weil der eingedolte Wilbach geöffnet und renaturiert wird. Die Sträucher und Bäume dürften daher frühestens nächsten Frühling gepflanzt und die ersten Beeren im Sommer 2019 gepflückt werden.

Naschgarten als neuer Treffpunkt

Hinter dem Projekt in Root steckt nicht die Gemeinde, sondern ein Bürger: Renatus Birrer, der in der Nähe des Grundstücks wohnt und bei der kantonalen Dienststelle Landwirtschaft und Wald als Revierförster arbeitet. Laut Gemeindepräsident Heinz Schumacher (FDP) hat Birrer die Idee an der letzten Gemeindeversammlung vorgestellt. «Wir fanden die Idee von Anfang an sehr gut und wollen sie unbedingt realisieren», so Schumacher. «Es gibt nichts Schöneres, als Beeren direkt vom Strauch zu essen.» Schumacher sieht den Naschgarten als «super Projekt, das die Bürger näher zusammenbringen kann». Der Ort könnte zu einem neuen Treffpunkt werden, beispielsweise könnten Sitzbänke zum Verweilen platziert werden, die bereits bestehende Linde würde zudem Schatten spenden.

Für die Erstellung und den Unterhalt des Gartens wird nun ein Verein gegründet. Die Federführung hat Renatus Birrer inne. Das Ziel ist laut Schumacher, dass der Naschgarten von den Bürgern und nicht von der Gemeinde realisiert wird. «Alle Interessierten sollen sich am Garten beteiligen können. Schulklassen und Kindergärten sollen ebenfalls die Möglichkeit erhalten, sich aktiv zu betätigen.»

Biodiversität wird gefördert

Nicht nur die Rooter Bevölkerung, auch Vögel und Insekten dürften sich am Naschgarten erfreuen. Gemäss der Umweltberatung Luzern stellen einheimische Sträucher attraktive Nistplätze und ein wichtiges Futterangebot für sie dar. Ebenso fördern sie die Biodiversität. Die Umweltberatung arbeitet im Auftrag des Kantons und der Stadt Luzern und bietet auch Unterstützung beim Erstellen von Naschgärten.

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