In Sursee entsteht eine neue Versuchsstation von Agroscope

Die Forschungsanstalt Agroscope plant eine Versuchsstation in Sursee. Den Luzerner Landwirtschafts- und Umweltdirektor freut's. Schwerpunkte sind Stickstoff und Phosphor.

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Schweine in einem Stall. Die Forschungsanstalt will in Sursee eine Versuchsstation eröffnen. Das hat auch mit dem hohen Schweinebestand zu tun.

Schweine in einem Stall. Die Forschungsanstalt will in Sursee eine Versuchsstation eröffnen. Das hat auch mit dem hohen Schweinebestand zu tun. 

Bild: Pius Amrein (Ruswil, 5. Juli 2016)

(lil) Momentan wird die Standortstrategie von Agroscope, dem Zentrum für landwirtschaftliche Forschung, diskutiert. Die Strategie sieht einen zentralen Hauptstandort vor, zwei regionale Forschungszentren und verschiedenen Versuchsstationen. Von letzteren ist eine in Sursee geplant.

Der Surseer Versuchsstandort solle «Stoff-Flüsse Stickstoff und Phosphor» untersuchen, schreibt die Staatskanzeli in einer Mitteilung. Dies sei für den Agrarkanton Luzern ein wichtiges Thema. 

Ein Beispiel für die Belastung ist der Baldeggersee, der überdüngt ist und zu viel Phosphor hat. Dies treibt das Algenwachstum an. Der See muss deswegen künstlich belüftet werden. Mit der neuen Versuchsstation im Kanton Luzern könnten Praxis und Forschung besser verbunden und die Herausforderungen gezielter angegangen werden, schreibt die Luzerner Staatskanzlei.

Fabian Peter, Direktor des Luzerner Landwirtschafts- und Umweltdepartements.

Fabian Peter, Direktor des Luzerner Landwirtschafts- und Umweltdepartements.

Wie der Luzerner Landwirtschafts- und Umweltdirektor Fabian Peter sagt, werden rund zehn Prozent des Rind- und Geflügelbestandes sowie 30 Prozent des Schweinebestandes der Schweiz im Kanton Luzern gehalten. Diese vergleichsweise hohe Tierintensität führe zu entsprechenden Nährstoffemissionen, welche für die Umwelt eine grosse Herausforderung darstellen:

«Mit der Versuchsstation in Sursee können Praxis und Forschung besser verbunden und die Herausforderungen gezielter angegangen werden.»

Für das erste Quartal 2020 sind Gespräche in den Parlamentskommissionen geplant. Im zweiten Quartal soll dann über das weitere Vorgehen entschieden werden. «Wir würden uns sehr freuen, wenn wir bereits Ende 2020 erste Mitarbeiter von Agroscope in Sursee begrüssen dürften», sagt Regierungsrat Fabian Peter.

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