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INBETRIEBNAHME: Die Gütsch-Bahn fährt bald

Läuft alles nach Plan, können am 26. September die ersten Gäste mit der Gütsch-Bahn fahren. Noch ist nicht klar, ob sie ihre Tickets im Château Gütsch kaufen können.
Zurzeit wird die neue Gütsch-Bahn noch getestet. Im Bild Gabriel Klauser von der Inauen-Schättli AG bei einer Testfahrt. (Bild Nadia Schärli)

Zurzeit wird die neue Gütsch-Bahn noch getestet. Im Bild Gabriel Klauser von der Inauen-Schättli AG bei einer Testfahrt. (Bild Nadia Schärli)

Christian Glaus

Jetzt ist es offiziell: Am 26. September soll die Gütsch-Bahn die ersten Passagiere befördern (Ausgabe vom Samstag). Dieses Datum nannte Richard Horton, Chef der Gütsch-Betreiberfirma Castle Holding, auf Anfrage unserer Zeitung. Voraussetzung ist, dass der Kanton bis zu diesem Zeitpunkt die Betriebsbewilligung erteilt. Ein entsprechendes Gesuch wurde laut Mario Conca, Abteilungsleiter Verkehrskoordination beim Kanton Luzern, am 7. September eingereicht. Sobald die technischen Tests abgeschlossen seien, könne die Bewilligung erteilt werden. Conca: «Dies geschieht so schnell wie möglich, dauert in der Regel aber zwei bis vier Wochen.»

Tests: «Keine grösseren Probleme»

Die Kabinen der neuen Gütsch-Bahn wurden vor gut drei Wochen montiert (Ausgabe vom 19. August). Seit gut zwei Wochen führt die Herstellerin, die Inauen-Schätti AG aus Dallenwil, Testfahrten durch. Gabriel Klauser, Inbetriebnahmetechniker bei Inauen-Schätti, ist zufrieden: «Es gab bisher keine grösseren Probleme. Wir sind gut im Zeitplan.» Letzte Woche fand zudem eine Schulung für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) statt, welche die Gütsch-Bahn betreuen werden. Laut VBL ging es darum, dass die Mitarbeiter die Situation vor Ort kennen lernen. Sie werden künftig die Kabinen von der Leitstelle aus überwachen, Notrufe entgegennehmen, die Talstation öffnen und schliessen sowie die Fahrgastzählung und Billettkontrollen durchführen. Die VBL werden dafür von den «Gütsch»-Besitzern entschädigt. Wie viel diese zahlen, wollte VBL-Direktor Norbert Schmassmann gegenüber unserer Zeitung nicht offenlegen. Er verwies darauf, dass die VBL ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen seien. «Man kann aber davon ausgehen, dass VBL keinen Vertrag eingehen würden, der fürs Unternehmen defizitär wäre.»

Pauschale ausgehandelt

Ist die Gütsch-Bahn einmal in Betrieb, wird sie das ÖV-Netz in der Stadt Luzern ergänzen. Entsprechend erhält die Château Gütsch Immobilien AG einen Teil der Ticketeinnahmen des Tarifverbunds Passepartout. «Die Ticketeinnahmen werden nach Nachfrage verteilt, anhand der Anzahl Fahrten und zurückgelegten Personenkilometer», erklärt Albrecht Tima, Geschäftsführer Passepartout.

Da die Passagierzahlen für die GütschBahn noch nicht gemessen werden können, wurde zwischen Passepartout und Château Gütsch Immobilien als befristete Übergangslösung ein Pauschalbetrag vereinbart. Wie viel der Tarifverbund zahlt, will Tima nicht bekannt geben. Es sei Sache des Unternehmens, diese Zahlen zu nennen. «Wir haben nur eine treuhänderische Funktion. Die Verteilung der Ticketeinnahmen wird in den Büchern der Empfänger abgebildet.» Bei der Château Gütsch Immobilien AG war niemand für eine Auskunft zu erreichen.

Wie viel erhält das «Gütsch»?

Der Passepartout nahm letztes Jahr gemäss Geschäftsbericht mit Abos und Tickets insgesamt 102 Millionen Franken ein. Diese Einnahmen werden an über 10 ÖV-Unternehmen verteilt, darunter VBL, Zentralbahn und SBB. Laut Albrecht Tima vom Passepartout sind die Gütsch-Bahn-Betreiber «ein Junior-Partner im Tarifverbund». Klar ist, dass das «Gütsch» weniger als 1 Prozent der Ticketeinnahmen erhält.

Gemäss Vertragsbedingungen des Passepartouts müssen die ÖV-Betreiber auch den Ticketverkauf sicherstellen. «Das bedeutet aber nicht, dass sie auch verpflichtet sind, einen Billettautomaten aufzustellen», so Tima. Noch nicht endgültig geklärt sei, ob in der Rezeption des Château Gütsch Tickets verkauft werden. «Dazu haben wir von den Beteiligten noch keine abschliessenden Aussagen erhalten», sagt Tima. Würde das «Gütsch» Tickets verkaufen, erhielte es dafür üblicherweise eine Provision.

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