INDIANER: Angy Burri wird zum 70. von der Stadt geehrt

Am 16. Mai eröffnet in der Kornschütte Luzern eine Ausstellung mit dem Titel «MeineTräume habe ich mir immer selbst gemacht». Es ist eine Hommage an Angy Burri, der 2009 siebzig Jahre alt wird.

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Angy Burri bei einem Openair auf der Klewenalp im Jahr 2000. (Bild Peter Fischli/Neue LZ)

Angy Burri bei einem Openair auf der Klewenalp im Jahr 2000. (Bild Peter Fischli/Neue LZ)

Seit beinahe fünfzig Jahren gehört die unverwechselbare Erscheinung von Angy Burri zu Luzern und ist davon nicht mehr wegzudenken, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Seine Kleidung, sein Kopfschmuck, seine Harley, seine Musik – all dies mache ihn zu einem wichtigen Einflussfaktor auf die Geschichte der Jugend- und Subkultur im Luzern der letzten fünfzig Jahre.

Von Indianern adoptiert
Geehrt werde eine Person, die sich in ihrem Leben und Schaffen ständig zwischen sämtlichen Kategorien bewegte. Diese Vielfalt in ihrem ganzen Reichtum und ihrem unverwechselbaren Charme werde in der Ausstellung sichtbar und erlebbar. Denn Angy Burry sei weit mehr als Zentralschweizer, der sich wie ein Indianer kleidet und gibt oder der es mit seiner Band «The Apaches» in die Schweizer Hitparade schaffte. Nur wenige wissen, dass er all seine Kleider und Accessoires seit jeher selbst herstellt, dass er sich autodidaktisch ein enormes Wissen über die Indianer, ihre Lebensweise und ihre Kultur angeeignet hat, ja dass er sogar von Indianern adoptiert wurde und heute selbst ein Indianer ist.

Weniger bekannt ist auch seine künstlerische Seite – so kann er auf ein reiches Werk als Maler zurücksehen, er hat zahlreiche Motorräder gestaltet oder er drehte den bisher einzigen vollständig in der Schweiz realisierten Western-Film «The Wolfer» im Glaubenberg – quasi ohne öffentliche Unterstützung.

scd