Kommentar

Individuelle Parkier-Lösung für Luzerner Pausenplätze hätte Sinn gemacht

Littau tickt aufgrund seiner Lage punkto Auto anders als die Innenstadt. Das hätte der Stadtrat bei der Durchsetzung des Parkierverbots auf Schularealen berücksichtigen müssen.

Roman Hodel
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Roman Hodel

Roman Hodel

Auf den Pausenplätzen der Stadtluzerner Schulhäuser haben parkierte Autos nichts zu suchen. Auch nicht abends, wenn etwa die Musikanten in der Aula proben. So will es der Stadtrat, so will es nun auch das Stadtparlament, wie es am Donnerstag entschieden hat. Begründung: Pausenplätze seien für die Schüler da und überdies ein wichtiger Treffpunkt, insbesondere in Quartieren, die nicht mit Freiräumen gesegnet sind.

Dies ist zwar nachvollziehbar. Doch braucht es wirklich eine einheitliche Lösung für die ganze Stadt? Dass Pausenplätze in der Innenstadt eher nicht als Parkplätze genutzt werden sollten, liegt auf der Hand. Hier fehlt es tatsächlich an Freiräumen und das dürfte auch den Vereinen klar sein. Auf den Stadtteil Littau hingegen trifft dies weniger zu. Hier ist man in wenigen Schritten im Grünen. Zudem leuchtet ein, dass Vereinsmitglieder vom weitläufigen Littauerberg eher selten mit dem Velo inklusive geschulterter Tuba in die Probe fahren. Und schon gar nicht mit dem ÖV, weil es ihn dort schlicht nicht gibt.

Es ist deshalb gut, wenn der Stadtrat trotz hauchdünner Ablehnung des entsprechenden Vorstosses mit den Vereinen zusammensitzt. Dazu hatte er sich ja bereit erklärt. Bewegen müssen sich allerdings beide Seiten: Vom Stadtrat darf man Parking-Alternativen in unmittelbarer Nähe erwarten. Weil deren Anzahl beschränkt sein dürfte, gibt es im Gegenzug sicher Vereinsmitglieder, die auch mal auf das Auto verzichten können.

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