INDUSTRIE: BOA-Angestellte kämpfen um ihre Jobs

Die Belegschaft der BOA AG in Rothenburg ist im Gegensatz zum Management überzeugt, dass ihr Werk eine Zukunft hat. Sie schlägt vor, den Standort Rothenburg auf Nischenprodukte zu konzentrieren. Damit könne der Grossteil der Arbeitsplätze gerettet werden.

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Die BOA AG in Rothenburg: Die Mitarbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze. (Bild: Keystone / Urs Flueeler)

Die BOA AG in Rothenburg: Die Mitarbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze. (Bild: Keystone / Urs Flueeler)

Der deutsche Industriekonzern BOA hatte Ende September bekannt gegeben, dass in Rothenburg 155 der 168 Stellen abgebaut würden. Das Schweizer Werk sei nicht profitabel und schreibe seit zwei Jahren Verluste. Der Standort Rothenburg, wo etwa Metallschläuche und -bälge hergestellt werden, solle deshalb geschlossen und die Produktion in andere Länder verlegt werden.

Im Rahmen des bei Massenentlassungen vorgesehenen Konsultationsverfahrens schlägt die Angestelltenkommission dem Management nun aber vor, den Standort Rothenburg nicht zu schliessen, sondern zum Kompetenzzentrum für flexible Elemente zu entwickeln. Mit Nischenprodukten könne ein komplettes Produkteportfolio gebildet werden, teilte die Angestelltenkommission am Donnerstag mit.

Das Management der BOA nahm am Donnerstag noch keine Stellung zu den Vorschlägen, wie die Medienstelle mitteilte.

sda