INDUSTRIE: Trotz Schwäche in China sieht Schindler die Zukunft rosig

Schindler hat 2015 der Schwäche auf dem chinesischen Baumarkt und der Stärke des Schweizer Frankens trotzen können. Für 2016 ist der Lift- und Rolltreppenbauer optimistisch, denn die Nachfrage nach Liften bleibt gross.

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Schindlder-CEO Silvio Napoli präsentierte am Freitagmorgen die Jahreszahlen in Luzern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Schindlder-CEO Silvio Napoli präsentierte am Freitagmorgen die Jahreszahlen in Luzern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Der Konzerngewinn für 2015 kam auf 747 Millionen Franken zu stehen, wie das Unternehmen am Freitagmorgen mitteilte. Das ist ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr, als der Gewinn auf vergleichbarer Basis 740 Millionen Franken betrug. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte jedoch um starke 7,5 Prozent zu.

In den grössten Märkten habe das Unternehmen seine Stellung verbessern können, heisst es im Communiqué. Das zeigt sich im höheren Auftragseingang (+4,6 Prozent) und Umsatz (+6,7 Prozent) in Lokalwährungen.

Wegen der Frankenstärke schlug das Wachstum jedoch nicht auf das in der Berichtswährung Franken ausgewiesene Konzernresultat durch: Dort blieb der Auftragseingang mit knapp 10 Milliarden Franken praktisch unverändert und beim Umsatz blieb noch ein leichter Anstieg von 1,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Franken.

Obwohl Schindler im laufenden Jahr von einem leicht rückläufigen Markt für Aufzüge und Rolltreppen ausgeht, rechnet das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung von 3 bis 7 Prozent in Lokalwährungen. Auf eine Prognose für den Gewinn verzichtet die Firma.

Schindler hatte Mitte Januar eine Stabsübergabe an seiner Spitze angekündigt: Der langjährige Firmenpatron Alfred N. Schindler will sich im Frühling 2017 als Verwaltungsratspräsident zurückziehen. Sein Nachfolger soll der bisherige Konzernchef Silvio Napoli werden, der wiederum vom China-Chef Thomas Oetterli ersetzt wird. (sda)