INDUSTRIE: Zukäufe bringen Hochdorf mehr Umsatz

Der Milchverarbeiter Hochdorf hat im ersten Halbjahr dank Firmenzukäufen deutlich mehr produziert, verdiente wegen des Währungseffekts aber weniger.

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Hochdorf hat die Halbjahreszahlen veröffentlicht. Auf dem Bild wird ein Produkt für den chinesischen Markt abgepackt. (Archivbild/Dominik Wunderli)

Hochdorf hat die Halbjahreszahlen veröffentlicht. Auf dem Bild wird ein Produkt für den chinesischen Markt abgepackt. (Archivbild/Dominik Wunderli)

In den ersten sechs Monaten des Jahres verarbeitete Hochdorf 421,4 Mio. Kilo Milch, Molke, Milchpermeat und Rahm. Das sind 65 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Die Mengen- und Umsatzzahlen beinhalten erstmals die Ende 2014 akquirierten deutschen Unternehmen Uckermärker Milch und Marbacher Ölmühle. Ohne diese Zukäufe wären die Produktionszahlen leicht tiefer als im Vorjahr. Der tiefer als ursprünglich erwartete Umsatz begründe sich mit dem Währungseffekt und mit den gesunkenen internationalen Milchpreisen, die teilweise auch zu tieferen Produktepreisen geführt hätten, heisst es in der Mitteilung.

Insgesamt habe sich das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld "sehr gut behauptet" und ein Resultat erzielt, welches "über den eigenen Erwartungen" liegt, schreibt Hochdorf weiter. Der Bruttogewinn stieg um 23 Prozent auf 63,8 Mio. Franken. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich ebenfalls um knapp 5 Prozent auf 10,7 Mio. Franken.

Für das zweite Halbjahr gibt sich das Unternehmen trotz Frankenstärke optimistisch. Im Vergleich zum Vorjahr rechnet Hochdorf in der Schweiz mit etwas tieferen Milchmengen, wird dafür aber mehr Molke und Buttermilch verarbeiten. In den Werken in Litauen und Deutschland erwartet die Gruppe aufgrund der Quotenaufhebung etwas höhere Milchmengen zur Verarbeitung.

Daneben führt Hochdorf laut Mitteilung intensive Gespräche mit weiteren Übernahmekandidaten. Zudem will das Unternehmen die Lieferketten optimieren. Am Standort in Hochdorf ist zudem eine "erhebliche Kapazitätserweiterung" geplant. (sda/awp)