Ineichen lanciert Gütesiegel für Arbeitslose

Die Stiftung Speranza von FDP-Nationalrat Otto Ineichen will den über 50 jährigen Arbeitslosen unter die Arme greifen. Im ehemaligen Studienheim Don Bosco in Beromünster sollen diese ein Gütesiegel erwerben.

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FDP-Nationalrat Otto Ineichen. (Bild: Keystone)

FDP-Nationalrat Otto Ineichen. (Bild: Keystone)

In der Schweiz gibt es zurzeit knapp 30'000 Arbeitslose, welche 50 Jahre oder älter sind. Um diesen Personen den Wiedereinstig in die Arbeitswelt zu erleichtern, will die Stiftung Speranza in Zusammenarbeit mit den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eine neuartige nationale Stellenvermittlung anbieten.

Testverfahren in Beromünster

Wie die Stiftung anlässlich einer Medienkonferenz am Montag mitteilt, können fähige und willige Arbeitslose ihr Dossier an die «Zentralstelle Passerelle 50plus» einreichen. Einzige Bedingung: Sie müssen bereit sein, mehrere Tage kostenlos in einem Betrieb zu schnuppern.

In Rücksprache mit dem jeweiligen RAV würden sie anschliessend einem zweitägigen Testverfahren (Assessment) unterzogen, das im ehemaligen Studienheim Don Bosco im luzernischen Beromünster durchgeführt wird.

Ineichen rechnet mit 1000 Gütesiegeln

Mit dem Assessment könne das Speranza-Gütesiegel erworben werden. Dieses solle die Akzeptanz dieser Menschen in der Arbeitswelt stärken. Für Personen, die in ihrem angestammten Beruf nicht direkt vermittelbar sind, klärt die Stiftung ab, ob eine berufliche Neuorientierung oder eine Umschulung in Berufsfelder mit grösserer Personalnachfrage Sinn machen.

Nationalrat Otto Ineichen geht davon aus, dass im Jahr 2012 rund 1000 Personen einem Speranza- Assessment unterzogen und die Hälfte davon erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Dafür rechnet er mit Gesamtkosten von 3 Millionen Franken. Bund und Kantone sollen einen Teil dieser Kosten übernehmen.

pd/bep