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Ineichen tritt ab: Neuer Kantonstierarzt für Luzern gesucht

Der amtierende Luzerner Kantonstierarzt Otto Ineichen geht in Pension. Auf den 1. März 2019 sucht der Kanton deshalb einen Nachfolger. Für den aktuellen Stelleninhaber ist das aber kein Grund, schon jetzt kürzer zu treten.
Kilian Küttel
Otto Ineichen, Kantonstierarzt und Leiter des Veterinäramts, tritt im Frühjahr 2019 ab. (Bild PD)

Otto Ineichen, Kantonstierarzt und Leiter des Veterinäramts, tritt im Frühjahr 2019 ab. (Bild PD)

Diese Ausschreibung lässt aufhorchen: Der Kanton Luzern sucht «per 1. März oder nach Vereinbarung» einen neuen Kantonstierarzt und Leiter des Veterinärdiensts. Dies ist dem aktuellen Kantonsblatt zu entnehmen. Grund für die Ausschreibung: Stelleninhaber Otto Ineichen geht in Pension. Am 8. April 2019 wird er 65 Jahre alt, könnte am 31. April also in den Ruhestand gehen: «Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest», sagt Ineichen auf Anfrage.

Ineichen übernahm Posten zuerst ad interim

Rückblende: Am 15. Mai 2013 tritt die damalige Kantonstierärztin Ursula Horisberger unvermittelt von ihrem Posten zurück. Per sofort. «Der Wechsel ist auf Wunsch von Frau Horisberger erfolgt», sagte damals Erwin Roos, Sekretär des Gesundheits- und Sozialdepartementes. Ausschlaggebend für den Wechsel seien gesundheitliche Gründe gewesen. Daraufhin springt Otto Ineichen ein, amtet als Kantonstierarzt ad interim, bevor er die Zügel definitiv übernimmt. Das ist am 1. Januar 2014 der Fall.

Der 64-jährige Ineichen ist also nun seit etwas mehr als viereinhalb Jahren im Amt. Was bleibt ihm am meisten in Erinnerung? «Unser Alltag ist spannend, abwechslungsreich und wir stellen uns täglich neuen Herausforderungen. Für mich gibt es kein herausragendes Erlebnis.»

Kritik nach Fall Ufhusen

Bemerkenswert – dürfte doch die Arbeit als Kantonstierarzt nicht nur «spannend und abwechslungsreich», sondern auch schwierig sein. Der Veterinärdienst steht unter besonderer Beobachtung – sowohl aus dem Landwirtschaftsbereich, als auch seitens der Öffentlichkeit. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist der Fall Ufhusen: Am 19. Dezember 2017 beschlagnahmt der Kanton auf einem Grossbetrieb 31 Rinder, die Anzeichen von schlechter Haltung und Schmerzen aufwiesen.

Daraufhin gab es kritische Stimmen, die monierten, die Behörden hätten zu lange zugeschaut. Im Januar 2018 wurde bekannt, dass ein Teil der Tiere eingeschläfert oder geschlachtet wurde. Wie viele es waren, sagte Ineichen damals nicht – des Amtsgeheimnisses wegen.

Interveniert der Veterinärdienst also zu früh, verärgert er die Landwirte. Wartet er zu, reklamiert die Öffentlichkeit. Auf die Frage, wie er diesen Spagat meistert, sagt Ineichen: «Ich halte mich daran, meine Aufgaben stets korrekt und lösungsorientiert im Rahmen der rechtlichen Vorgaben umzusetzen.» Dabei werde er von einem engagierten und kompetenten Team «hervorragend unterstützt.»

Ineichen will «volles Engagement» zeigen

Nun also sollen die 38 Mitarbeiter der Dienststelle Veterinärdienst einen neuen Chef bekommen. Gemäss Ausschreibung setzt der Kanton ein abgeschlossenes Studium der Veterinärmedizin sowie eine Anerkennung als amtlicher Tierarzt voraus. Weiter soll der Bewerber über Erfahrung im tierärztlichen Tagesgeschäft sowie in amtlichen Tätigkeiten des Veterinärdienstes mit sich bringen. Zudem wird Führungserfahrung erwartet. Und: Eine betriebswirtschaftliche Zusatzausbildung ist erwünscht.

Obschon die Stelle ausgeschrieben ist, will Ineichen noch nicht zu weit in die Zukunft blicken. Was er nach seinem Abtreten vorhat, sagt er nicht: «Vorerst führe ich noch fast ein Jahr lang mit vollem Engagement den Veterinärdienst und nehme meine Funktion als Kantonstierarzt vollumfänglich wahr.»

Letztes Wort liegt bei der Regierung

Wer Ineichens Nachfolger wird, bestimmt der Luzerner Regierungsrat. Dies ist mitunter auch der Grund, weshalb die Suche bereits jetzt läuft. Departementssekretär Erwin Roos sagt dazu: «Das zuständige Departement führt mit Kandidaten mehrere Gespräche, damit dem Regierungsrat ein sorgfältig geprüfter Kandidat beantragt werden kann.» Bei der Suche nach neuen Dienststellenleitern sei dieses Verfahren üblich.

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