INFORMATIK: Kanton Luzern will seine Rechenzentren auslagern

Die beiden Rechenzentren des Kantons Luzern sollen umziehen. Das vom Kanton selbst betriebene bezeichnet die Regierung als veraltet., für das andere läuft der Mietvertrag ab. Der Kanton will seine Zentralrechnner in Zukunft nicht mehr selbst betreiben.

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Hinter diesen Mauern befindet sich das grösste Rechenzentrum der Zentralschweiz. (Bild: PD)

Hinter diesen Mauern befindet sich das grösste Rechenzentrum der Zentralschweiz. (Bild: PD)

Die Regierung beantragt beim Parlament einen Kredit von 8,6 Millionen Franken für den Umzug sowie den Betrieb während zehn Jahren.

Die Serverinfrastruktur und Daten des Kantons Luzern befinden sich heute an zwei getrennten Rechenzentren. Das eine befindet sich in der Stadt Luzern in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Murbacherstrasse, das andere im ehemaligen CKW-Rechenzentrum in Rathausen.

Beim Zentrum in der Stadt, das seit über 20 Jahren vom Kanton selber betrieben wird, existierten erhebliche Risiken, schreibt die Luzerner Regierung in ihrer Botschaft ans Parlament. Es sei weder ein Diesel-Notaggregat noch eine redundante Kühlung vorhanden. Zudem befinde sich das Haus in einer Gefahrenzone für Hochwasser.

Beim Rechenzentrum in Rathausen hat sich der Kanton eingemietet. Der Vertrag läuft laut Regierung aber Ende Juli 2016 aus.

Nach Ansicht der Regierung soll der Kanton aus Kostengründen kein eigenes Rechenzentrum mehr bauen und betreiben. Aus Sicherheitsgründen befürwortet er aber weiterhin zwei getrennte Standorte.

Der Regierungsrat beantragt, das Rechenzentrum in der Neustadt im ersten Quartal 2016 ins Mitte 2015 eröffnete CKW-Rechenzentrum in Littau zu zügeln. Im grössten Rechenzentrum der Zentralschweiz ist unter anderem auch die Schweizer Unfallversicherung Suva Kunde. Im dritten Quartal soll schliesslich das Rechenzentrum von Rathausen an einen neuen, nicht näher genannten Standort in der Stadt umziehen. (sda/cv)