Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

INFRASTRUKTUR: Es fährt doch wieder ein Schulbus in Horw

Der Horwer Gemeinderat hat den alten Schulbus ersetzt – obwohl er zuerst dagegen war. Das freut jene Einwohnerräte, die Druck gemacht haben. Ganz zufrieden sind sie trotzdem nicht.
Roman Hodel
Schülerinnen und Schüler beim Einsteigen in den neuen Horwer Schulbus. (Bild: PD)

Schülerinnen und Schüler beim Einsteigen in den neuen Horwer Schulbus. (Bild: PD)

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Die erste Fahrt absolvierte der neue Horwer Schulbus an einem Mittwoch Anfang Monat. Um 7.30 Uhr warteten an der Seestrasse bei der Spissenegg bereits die ersten Schulkinder auf die Ankunft des weissen Mercedes. Zehn Schülerinnen und Schüler stiegen schliesslich ein und liessen sich zum Schulhaus Mattli in Kastanienbaum chauffieren, wie die Gemeinde Horw auf ihrer Website mitteilte.

Ursprünglich wollte der Gemeinderat den orangen, altersschwachen Bus aus dem Jahr 2005 gar nicht ersetzen – zum Ärger vieler Eltern. Auch die Politik schaltete sich ein: Ein dringlicher Vorstoss der CVP forderte vor einem Jahr die Beibehaltung des Schulbusses, der vor allem auf der Horwer Halbinsel zum Einsatz kommt. Der Gemeinderat war zur Entgegennahme bereit, die Zukunft des Schulbusses war aber ungewiss. Gemeindepräsident Ruedi Burkard (FDP) betonte damals, die Streichung des Busses sei keine Sparmassnahme. Vielmehr sei dieser mit 22 Sitzplätzen zu klein geworden. Nötig seien 31 Plätze, doch ein solcher Bus würde rund 100000 Franken kosten (wir berichteten).

Dass nun doch wieder ein Schulbus fährt, notabene einer mit «nur» 21 Sitzplätzen, erklärt Ruedi Burkard auf Anfrage so: «Weil der Gemeinderat am Entscheid festhält, künftig nur noch Kinder bis zur fünften Klasse mit dem Schulbus zu transportieren, reicht ein kleineres Fahrzeug, das punkto Anschaffung auch weniger kostet.» Der Preis betrug rund 70000 Franken. «Zudem benötigen wir das Fahrzeug nicht wie vorgesehen für den Transport ganzer Klassen von Kastanienbaum zum Schwimmunterricht im Schulhaus Spitz, wofür 31 Plätze nötig gewesen wären.» Denn diesen Fahrauftrag habe man extern vergeben. Gleiches habe man auch für die Fahrten geprüft, die jetzt wieder der Schulbus abdecke. Doch das wäre gemäss Ruedi Burkard zu teuer gekommen: «Aus diesem Grund haben wir das Fahrzeug wieder selber gekauft, gesteuert wird es jedoch nicht mehr von Gemeindeangestellten, sondern von einem externen Chauffeur.»

«Schön, dass er es sich anders überlegt hat»

Über den neuen Schulbus freut sich nicht zuletzt CVP-Einwohnerrat Ivan Studer, der den Vorstoss zur Beibehaltung des Angebots eingereicht hatte: «Schön, dass der Gemeinderat es sich anders überlegt hat, und die Schulkinder an der Seestrasse dadurch weiterhin mit dem Schulbus zum Unterricht fahren können.» Er hatte befürchtet, dass diese Kinder sonst künftig von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht würden. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Auf die zweite Forderung des Vorstosses (siehe Kasten) ist der Gemeinderat bis heute nicht eingegangen – «da hoffen wir ebenfalls noch auf ein Umdenken», so Studer.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.