INITIATIVE: Zweitwohnungen: 48 Einsprachen in der Zentralschweiz

Die Vereinigung Helvetia Nostra ist nach dem Ja zur Zweitwohnungsinitiative auch in der Zentralschweiz aktiv geworden – mit Erfolg.

Luzia Mattmann
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Blick auf das Quartier Hinter-Schoeniseistrasse in Sörenberg mit Ferienhäusern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick auf das Quartier Hinter-Schoeniseistrasse in Sörenberg mit Ferienhäusern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In Gemeinden, die einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent aufweisen, dürfen keine weiteren Ferienwohnungen gebaut werden. Dies hat das Schweizer Stimmvolk am 11. März 2012 mit Annahme der Zweitwohnungsinitiative beschlossen. Im Mai 2013 entschied das Bundesgericht zudem, dass der Baustopp ab dem Abstimmungsdatum gilt. Betroffen sind beispielsweise Vitznau, Weggis und Engelberg. Dennoch waren in der Zwischenzeit aufgrund der unklaren Rechtslage viele neue Baugesuche eingegangen. Dagegen wehrte sich Initiant Franz Weber und die ihm nahestehende Vereinigung Helvetia Nostra mit Einsprachen.

Bauherren passten Gesuche an

Allein in der Zentralschweiz reichte die Stiftung 48 Einsprachen ein. 17 davon wurden bisher gutgeheissen, 6 zurückgezogen. In 11 Fällen ist die Einsprache noch hängig. In 14 Fällen wurde trotz Einsprache mit dem Bau begonnen. Dies nämlich weil es sich gar nicht um eine Zweitwohnung handelte. Dies stellte sich teils erst im Nachhinein heraus, in mehreren Fällen wandelten die Bauherren aber auch die ursprünglich geplante Zweitwohnung in eine Erstwohnung um.

In Engelberg (20 Fälle) hat Helvetia Nostra mit Abstand die meisten Einsprachen in der Zentralschweiz gemacht. «Der Regierungsrat hat die Einsprachen beurteilt und grundsätzlich gutgeheissen», sagt der Engelberger Talammann Martin Odermatt. Die Bauherren haben nun die Möglichkeit, ihre Gesuche anzupassen und die Projekte beispielsweise als Erstwohnungen zu planen.