Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Inländervorrang: Kanton Luzern schafft neue Anlaufstelle

Seit dem 1. Juli müssen Arbeitgeber von Branchen mit einer hohen Arbeitslosigkeit freie Stellen dem RAV melden, bevor sie diese öffentlich ausschreiben dürfen. Um Fragen rund um die neue Regelung zu beantworten, hat der Kanton Luzern einen neuen Arbeitsmarktservice geschaffen.
Raphael Zemp
Unter anderem in der Baubranche gilt seit Juli der Inländervorrang light. (Bild: Ennio Leanza/Keystone)

Unter anderem in der Baubranche gilt seit Juli der Inländervorrang light. (Bild: Ennio Leanza/Keystone)

Seit dem 1. Juli gilt in der Schweiz der Inländervorrang light. Arbeitgeber, die in Berufsarten mit einer hohen Arbeitslosigkeit (mehr als acht Prozent) tätig sind, müssen offene Stellen dem RAV melden und dürfen sie erst fünf Arbeitstage später öffentlich ausschreiben. Um allfällige Fragen zu klären, hat der Kanton Luzern auf Anfang Monat eine neue Anlaufstelle geschaffen. Diese hat nun ihre Arbeit aufgenommen, wie der Kanton mitteilt.

Die neue Anlaufstelle habe zur Aufgabe, Unternehmungen zu informieren aber auch Stellenmeldungen zu bearbeiten, sagt Karin Lewis von der kantonalen Dienststelle für Wirtschaft und Arbeit. Letztlich sei es eine Schnittstelle zwischen RAV und Arbeitgebern.

460 Stellenprozent

Gestartet ist der Arbeitsmarktservice mit 460 Stellenprozenten. «Falls notwendig, werden wir die Personalressourcen kurzfristig anpassen», so Lewis. Spätestens im Jahr 2020 dürften weitere Stellenprozente dazukommen. Dann nämlich wird der Schwellenwert von bisher acht Prozent gesenkt auf deren fünf Prozent. Finanziert sind die Stellen vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und laufen über das Globalbudget des Kantons Luzern.

Der Inländervorrang soll jene Stellensuchenden begünstigen, die bereits beim RAV registriert sind. So glaubt man, das Potenzial inländischer Arbeitskräfte besser nutzten zu können.

Betroffen sind Baubetriebe - und Schauspieler

Betroffen von dieser Neuerung sind vor allem das Baugewerbe (Betonbauer, Verputzer, Isolierer, u.a), die Gastronomie und Hotellerie (Empfangs-, Service- und Küchenpersonal sowie weitere), die Landwirtschaft (Hilfskräfte) aber auch etwa die Marketing- und PR-Branche sowie all jene, die Schauspieler anstellen wollen.

Die Meldepflicht liegt beim Arbeitgeber. Offene Stellen können auf www.arbeit.swiss angegeben werden. Dort finden sich auch weitere Informationen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.