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Insektenburger? (K)ein Problem!

In den Coop-Regalen gibt es seit wenigen Tagen den «Insektenburger» zu kaufen. Schmeckt er auch? Unser Autor Niels Jost hat den Test gemacht.
Niels Jost
Entdeckt kulinarisches Neuland: der Autor bei der Degustation des Insektenburgers. (Bild: Vasco Estermann (Luzern, 27. August 2017))

Entdeckt kulinarisches Neuland: der Autor bei der Degustation des Insektenburgers. (Bild: Vasco Estermann (Luzern, 27. August 2017))

Meine Redaktionskollegen sind – zumindest teilweise – gleicher Meinung mit mir. Seit gut einer Woche verkauft Coop Insektenburger und -bällchen. Eine spannende Geschichte, waren wir uns also einig, das wäre einen Artikel in unserer Zeitung wert. Nur, richtig angehen mochte das Thema dann doch plötzlich niemand. Ich hingegen war dafür prädestiniert – schliesslich berichtete ich bereits im Februar über den landesweit wohl grössten Züch­ter von Mehlwürmern und Co., welcher in Grossdietwil im Luzerner Hinterland angesiedelt ist. Der Entscheid ist also ziemlich schnell gefällt, und beinahe noch schneller wurde mir klar: Um einen Selbstversuch käme ich bei dieser Sache wohl nicht herum.

Also ab in den Coop. Dort erleide ich aber gleich den ersten Rückschlag, denn die Insekten-Produkte gibts nur in Filialen in Zürich, Basel, Bern und vier weiteren Kantonen. Nicht in der Zentralschweiz. Meine Motivation finde ich aber schnell wieder: Auch online kann man die Insektenburger kaufen, bei Coop@home. Und so klicke ich mich durch die Produktepalette, gelange schnell zum Warenkorb. Dann der nächste Dämpfer: «Mindesteinkauf 99 Franken», steht da. Das ist mir dann doch zu teuer, Spesen hin oder her.

Meine letzte Rettung ist die Medienstelle. Prompt habe ich endlich auch Glück. Wobei: Ehe ich mich versehe, liegen die Päckchen mit der Aufschrift «Insects inside» auch tatsächlich auf meinem Pult. Zum Verzehr bereit. Lecker.

Als ich mir die Bouletten aber genauer ansehe, erkenne ich keinen Wurm, kein Beinchen. Also schnell nach Hause, auspacken und braten. Unter dem hämischen Grinsen meines Mitbewohners beisse ich zaghaft in den Burger und merke: Schmecken tuts, vor allem nach viel Gewürzen. Auch Ketchup, obschon es dann etwas trocken ist, aber immerhin! Eifersüchtig auf mich und mein Znacht sind meine Redaktionskollegen wohl trotzdem nicht.

Ein Video vom Selbstversuch unseres Autors finden Sie unten.

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch



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