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Inseli-Initiative: Luzerns Stadtrat unter Druck – gut so!

Ein Kommentar von Chefredaktor Jérôme Martinu zur angenommenen Inseli-Initiative in der Stadt Luzern.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

Die Inseli-Frage hat in der Stadt Luzern stark polarisiert. Das sehr knappe Ja zur Juso-Initiative ist ein Beleg dafür. Eine Mehrheit gewichtet das städteplanerische Potenzial, welches das Inseli zwischen KKL, Uni und Werft zweifellos hat, höher als die 32 Carplätze und deren touristisch-wirtschaftlichen Nutzen. Fast die Hälfte der Abstimmenden sagt gleichzeitig: Vorsicht! Es gibt angesichts der aktuellen Umstände keinen akuten Handlungsbedarf.

Bereits 2019 sollen die Cars weg, 2023 soll der Park vergrössert sein. Der Stadtrat setzt sich selber stark unter Druck, indem er die Initiative ohne Gegenvorschlag befürwortet und gleich einen forschen Zeitplan entworfen hat. Das muss gar nicht schlecht sein. Denn die Stadtregierung muss nun endlich – und zwar unter Berücksichtigung der gesamten Verkehrssituation – selber den Lead übernehmen. Sie kann nicht mehr länger primär auf externe Experten und private Projekte setzen.

Welche Folgen hat der Entscheid für die städtische Verkehrspolitik? Die tonangebende Mitte-links-Mehrheit mit SP, Grünen, GLP wird sich darin bestärkt sehen, die Verdrängungstaktik gegenüber dem motorisierten Verkehr weiterzutreiben. Hoffnung auf mehr Konsens statt Schützengrabenpolitik verspricht indes nebst dem sehr knappen Ja dies: In der jüngsten Parlamentsdebatte gab es klare Voten von links bis rechts, dass man sich verkehrspolitisch endlich zusammenraufen müsse. Wie belastbar diese Aussagen sind, wird sich zeigen.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

Jérôme.martinu@luzernerzeitung.ch

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