INTEGRATION: Nun kommen Deutschtests für Kindergärtler

Fremdsprachige Kinder sollen gezielter Deutsch lernen. Luzern übernimmt dafür ein Modell aus Zürich.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

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Im Kanton Luzern können Migrationskinder schon heute neben dem regulären Unterricht das Fach «Deutsch als Zweitsprache (DaZ)» besuchen. Jetzt sollen sie aber noch gezielter die Unterrichtssprache lernen mit Hilfe eines neuen Tests, das die Fähigkeiten der einzelnen Schüler festhält

Der Anstoss kommt aus Zürich. Dort ist Deutsch für fast jedes vierte Kind eine Fremdsprache. Deshalb entwickelt die Pädagogische Hochschule Zürich im Auftrag der Kantonalen Bildungsdirektion ein neues Sprachstandsinstrument. Mit diesem sollen Deutschkenntnisse der Fremdsprachigen Kinder bereits ab dem Kindergarten erfasst werden, um die Schüler danach gezielter zu unterrichten. Luzern und alle anderen Deutschschweizer Kantone haben sich mit einem finanziellen Betrag das Recht an diesem Test gesichert. Bereits ab dem Semester 2009/2010 wird er angewendet werden.

Unterricht verkürzen
Charles Vincent, Leiter der Luzerner Dienststelle Volksschulbildung, erhofft sich durch das neue Verfahren eine Verbesserung. In Luzern ist Deutsch für jedes fünfte Kind eine Fremdsprache. «Bisher wurden die Kinder durch persönliche Abklärung der jeweiligen Lehrperson in den Zusatzunterricht geschickt», sagt Vincent. In Zukunft ginge der Schüler in den so genannten Sprachstandstest, bevor er in den Sprachunterricht geschickt würde. «Wir können dann die gleichen Massnahmen wie heute einfach viel gezielter einsetzen», sagt er. Dadurch könnte sich im Einzelfall die Unterrichtsdauer verkürzen.

Stefan Roschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.