Integrative Förderung ist gesetzlich verankert

Der Grundsatz der Integrativen Förderung (IF) ist eines der zentralen Ziele in der Luzerner Volksschulstrategie. Nun ist die IF auch als Leitidee in der Förderverordnung verankert.

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Integrative Förderung einer 5. Klasse im Schulhaus Meierhöfli in Emmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Integrative Förderung einer 5. Klasse im Schulhaus Meierhöfli in Emmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Kanton Luzern will die IF im Sommer kantonal flächendeckend umsetzen. Viele Schulen sind schon auf diesem Weg. Die Zustimmung über den Grundsatz des IF sei gross gewesen, nachdem das Bildungs- und Kulturdepartement sie einer Totalrevision unterzog und in eine Vernehmlassung gab. Die Regierung setzt die Verordnung per 1. August in Kraft, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Neben IF noch weitere Förderangebote

Lernende mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten oder Begabungen werden neu im Klassenverband unterrichtet. Der Unterricht findet nicht mehr in separaten Klassen statt. Eine IF-Lehrperson und die Klassenlehrperson unterrichten gemeinsam. Neben der IF stehen den Schülern weitere Förderangebote zur Verfügung: Deutsch als Zweitsprache, spezielle Angebote zur Begabtenförderung sowie Time-out-Klassen.

Gemeinden erhalten Übergangfristen

Die Gemeinden erhalten für die Umsetzung eine Übergangsfrist. Es gilt, dass Kleinklassen, die im Schuljahr 2011/12 noch bestehen, bis Ende der Primarschule weitergeführt werden können. Gleiches gilt für die Klassen des Niveaus D der Sekundarschule. Auf das Schuljahr 2012/13 werden keine neuen Kleinklassen mehr errichtet, bzw. keine Lernenden mehr einer Kleinklasse zugewiesen.

pd/sda/ks