«Integrierte Versorgung»: Luzern soll mit allen Akteuren das städtische Modell klären

In einem Vorstoss bittet die Linke den Stadtrat, bei der integrierten Versorgung im Altersbereich die Zusammenarbeit unter den Organisationen klar und verbindliche zu definieren.

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(hor) Demografischer Wandel, Kostenwachstum im Gesundheitswesen, selbstbestimmtes Wohnen und Pflegefachkräftemangel, zunehmender und privat finanzierter Bedarf an Betreuung: Das alles sind Stichworte zum Thema Alter. In der Stadt Luzern tragen verschiedenste Organisationen mit und ohne Leistungsverträge zur entsprechenden Versorgung bei – beispielsweise Viva und andere Pflegeheime, Spitex, Vicino und viele mehr.

Im Bericht und Antrag «Selbstbestimmtes Wohnen im Alter» von 2017 hält der Luzerner Stadtrat fest: «Die Stadt muss den Lead in dieser dynamischen Entwicklung hin zu einer integrierten Versorgung übernehmen.» In einem Postulat begrüssen die beiden Fraktionen von Grüne/Junge Grüne sowie SP/Juso das Ziel der integrierten Versorgung. Die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren sei denn auch im Rahmen des Netzwerks Alter oder des Netzwerks Demenz in politischen Vorlagen immer wieder thematisiert worden. Aber: Die Wichtigkeit der Netzwerke im Hinblick auf die zu bewältigenden Aufgaben mache es notwendig, die Zusammenarbeit verbindlich und klar zu definieren.

«Bestmögliche dezentrale Versorgung vor Ort»

Die Postulanten regen deshalb an, dass die Stadt mit den betroffenen Organisationen das städtische Modell der integrierten Versorgung im Altersbereich klärt. Unter anderem sollen gemäss dem Vorstoss folgende Punkte berücksichtigt werden. Bestmögliche dezentrale Versorgung vor Ort in den Quartieren, konsequente Orientierung am Nutzen und den Bedürfnissen der älteren Menschen und ihrer Angehörigen, Schliessen von Angebotslücken oder auch innovative Angebote. 

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Sandra Monika Ziegler