INVESTITION: 95 Millionen für IT bei Versicherer Concordia

Die Concordia unternimmt einen neuen Anlauf, um ihr Jahrzehnte altes Verwaltungssystem abzulösen. Die Luzerner Krankenkasse hat bereits zwei erfolglose Versuche gemacht.

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Concordia-CEO Nikolai Dittli, hier während eines Interviews. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Concordia-CEO Nikolai Dittli, hier während eines Interviews. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Diese hätten «Dutzende von Millionen Franken» zu Buche geschlagen, wie es in der Zeitung «Sonntag» heisst. Nächste Woche soll nun der Verwaltungsrat über den nächsten Anlauf zur Erneuerung des IT-Systems entscheiden. Das Management habe errechnet, dass es für ihr Vorhaben ein Budget von 95 Millionen Franken braucht.

Warnung vor Mehrkosten
Die vom Concordia-Management geforderten Budgetposten werden von Branchenkennern als sehr hoch eingestuft, wie die Zeitung weiter meldet: «100 Millionen sind ganz klar zu viel», wird der IT-Fachmann Urs E. Zurfluh, CEO der Beratungsfirma Ad Vantis, in «Sonntag» zitiert. «30 bis 40 Millionen sind vertretbar.» Er warnt, die Kosten solcher Grossprojekte würden die Budgets erfahrungsgemäss sogar sprengen: «Wenn man 50 Millionen budgetiert, werden es leicht 70 Millionen, bei 90 Millionen werden es schnell 110.»

«Sonntag» titelt das kommentierend mit «IT-Grössenwahn bei Concordia» – schliesslich sei die Kasse gemäss Richard Eisler, Chef des Vergleichsdiensts Comparis, «unter den grossen, die mit den höchsten Prämienerhöhungen» aufwarteten. Concordia hatte ihre Prämien letztes Jahr um über 5 Prozent erhöht. Der Branchenschnitt habe bei 3 Prozent gelegen, wie es weiter heisst.

scd