INVESTOR: Zürcher CS-Entscheid tangiert Sportarena nicht

In Zürich wird das Projekt für den Bau des neuen Hardturmstadions, in das die Credit Suisse involviert ist, massiv redimensioniert. Für die Sportarena soll dies jedoch ohne Auswirkungen bleiben.

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Visualisierung der Swissporarena. (Bild pd)

Visualisierung der Swissporarena. (Bild pd)

Die Stadt Zürich und die Grossbank Credit Suisse geben nach mehr als acht Jahren ihr gemeinsames Grossprojekt für den Bau eines neuen Hardturmstadions mit 30'000 Plätzen und Mantelnutzung auf, wie sie am Donnerstag bekannt gaben. Stattdessen will sich die Stadt Zürich nun auf den Bau eines verkleinerten, reinen Fussballstadions mit voraussichtlich 20'000 Sitzplätzen auf einem Teil des Hardturmareals konzentrieren. Auf dem anderen Teil will die Credit Suisse für rund 300 Millionen Franken Büros und Wohnungen realisieren, allenfalls auch kleinere Ladenflächen, aber kein Shopping-Center.

Der Entscheid habe keine Auswirkungen auf das Projekt der geplanten Sportarena in Luzern – die Credit Suisse bleibe Investor, wie die Bank auf Anfrage von «Radio Pilatus» sagte.

Für das Scheitern des bisherigen Projekts machte die Trägerschaft Stadion Zürich, bestehend aus den Grundstückbesitzern Stadt Zürich und Credit Suisse, drei Hauptgründe verantwortlich. Zum einen sei kein Ende der Rechtsverfahren gegen das bisherige Grossprojekt in Sicht. Zum anderen hätten Bauteuerung, Projektänderungen und -optimierungen sowie das aktuelle wirtschaftliche Umfeld dazu geführt, dass das Grossprojekt wirtschaftlich nicht mehr interessant sei. Ausserdem sei in Bezug auf den künftigen Betrieb des Fussballstadions zwischen Eigentümerin, Betriebsgesellschaft und den beiden Zürcher Fussballclubs bis zuletzt keine Einigung gefunden worden.

ap/scd