Inwil: Bauern vermuten Bodenspekulation

Für den geplanten Bau des Solarkraftwerks auf der Inwiler Schweissmatt braucht es eine Umzonung. Dabei könnte das CKW-Landstück massiv an Wert gewinnen.

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Mattias Voney, hier mit seinen Kindern, ist Pächter des Grundstücks auf welchem die CKW das grösste Solarkraftwerk der Schweiz errichten will. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Mattias Voney, hier mit seinen Kindern, ist Pächter des Grundstücks auf welchem die CKW das grösste Solarkraftwerk der Schweiz errichten will. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Die rund 50 Hektaren, auf denen in Inwil das grösste Solarkraftwerk der Schweiz gebaut werden soll, haben die CKW Anfang der 1970er-Jahre für mehrere Millionen Franken erworben. Um das Kraftwerk bauen zu können, muss die Gemeinde das Landwirtschaftsland erst umzonen, in eine Sonderbauzone. Bauernvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollen, mutmassen nun, dass es den CKW bei dem Projekt auch darum gehe, den Wert ihres langjährigen Landbesitzes zu steigern und ihn lukrativ verkaufen zu können.

Da es sich um Landwirtschaftsland handelt, ist der Verkauf der Schweissmatt vorab nur an Bauern möglich. Wird das Land aber umgezont, ist es grundsätzlich von jedem erwerbbar. Dass der Wert der Schweissmatt bei einer Umzonung steigt, wird kaum bestritten. Der Quadratmeterpreis für Landwirtschaftsland beträgt zwischen 6 und 8 Franken. Für andere Zonen liegt der Preis um ein x-Faches höher. In der Gewerbezone kann er rasch 200 Franken pro Quadratmeter betragen.

Bei den CKW tritt man den Spekulationen entschieden entgegen. «Wir bauen Produktionsanlagen nicht, um einen Landwert zu steigern, sondern um die Luzerner Bevölkerung zuverlässig mit Strom zu versorgen», sagt Unternehmenssprecherin Dorothea Ditze.

Thomas Oswald

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Podiumsdiskussion zu Solaranlagen

Luzern red. Die CKW wollen in Inwil ein Solarkraftwerk auf eine 20 Fussballfelder grosse Landfläche bauen. «Brauchen wir Solarkraftwerke auf der grünen Wiese?» Zu dieser und anderen aktuellen Fragen der Energiewende diskutieren Stromfachleute und weitere Exponenten morgen Donnerstag, 18. Oktober, um 18 Uhr im Verkehrshaus in Luzern. Der Eintritt ist frei.

Teilnehmer sind Patrick Hofer (Leiter Renewable Energy Systems Meyer Burger Technology AG), Leo Müller (CVP-Nationalrat, Ruswil), Thomas Nordmann (Fotovoltaik-Pionier), Raimund Rodewald (Geschäftsleitung Stiftung Landschaftsschutz Schweiz) und Peter Suter (Leiter Neue Energien CKW). Geleitet wird das Gespräch von Jérôme Martinu, stellvertretender Chefredaktor der «Neuen Luzerner Zeitung». Die Veranstaltung wird von der auf Solarenergie spezialisierten Luzerner Firma BE Netz AG organisiert.