INWIL: Neue Raststätte für Zürich-Pendler

Pendler nach Zürich sollen sich ihr Gipfeli künftig in Inwil holen. Dabei gibt es auf dieser Strecke schon eine Raststätte, die nicht rentiert.

Christian Hodel
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Hier ist die Raststätte geplant. (Bild: Neue LZ)

Hier ist die Raststätte geplant. (Bild: Neue LZ)

Auf dem A-14-Rastplatz St. Katharina bei Inwil soll eine Raststätte entstehen. Der Kanton Luzern sucht nun nach einem «Ersteller und Betreiber», wie es im kantonalen Amtsblatt heisst. Die Eingabefrist dauert bis zum 2. Juli. Geplant ist je eine Raststätte in beiden Fahrtrichtungen. Wie diese genau aussehen und welche Dienstleistungen angeboten werden, ist noch unklar. «Wir warten nun ab, welche Projekte uns eingereicht werden», sagt Daniel Ender, Projektleiter bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (VIF) des Kantons Luzern.

Fest steht: Ein Grossrestaurant wird laut Ender nicht möglich sein, dazu sei der Platz mit gesamthaft 17 000 Quadratmetern zu klein. Möglich wären hingegen Tankstellen sowie kleinere Versorgungs- und Verpflegungsbetriebe. Frühester Baubeginn wäre Herbst 2014, dann könnte die Raststätte 2015 eröffnet werden.

Über eine Raststätte bei Inwil wird bereits seit 2008 diskutiert. Damals war als Betreiberin die Luzerner Raststätten AG (Lurag) im Gespräch, welche bereits die Raststätte in Neuenkirch betreibt. «Wir sind an einer Raststätte bei Inwil weiterhin interessiert», sagt Alfred Müller, Verwaltungsratspräsident der Lurag.

Luzerner wollens besser machen

Doch macht eine neue Raststätte überhaupt Sinn, zumal es im Umkreis von nur 20 Kilometern gleich zwei bestehende Raststätten gibt? Was die Raststätte Neuenkirch betrifft, sieht Alfred Müller keine grosse Konkurrenz: Diese sei auf Langstreckenfahrer ausgerichtet, während auf der Autobahn Luzern–Zürich vor allem Pendler unterwegs seien. «Das ist eine andere Kundschaft», sagt Müller. Genau diese Pendler zwischen Luzern und Zürich lassen allerdings die seit 2009 bestehende Raststätte Affoltern am Albis links liegen. Das Geschäft lief von Anfang an nicht wie erwartet. Kann eine Raststätte auf der Strecke Luzern–Zürich überhaupt rentieren? Ja, findet Alfred Müller. Das Problem von Affoltern am Albis sei vielmehr, dass die Raststätte für eine reine Pendlerstrecke zu gross sei. «Pendler wollen nicht auch noch Kleider und Zigarren einkaufen.» Deshalb solle die Raststätte in Inwil auch wesentlich kleiner werden. «Wir wollen keine Riesenraststätte betreiben», sagt Müller.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen LZ und im E-Paper.