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Inwil plant für die Zukunft – und soll primär im Zentrum wachsen

Am 27. Mai stimmt die Gemeindeversammlung über die neue Ortsplanung ab. Gemäss Kanton darf die Gemeinde nicht mehr so stark wachsen, wie in den letzten Jahren. An zentraler Lage ist dennoch eine Überbauung geplant.
Niels Jost

Wie sieht Inwil im Jahr 2035 aus? Wo gibt es Alterswohnungen, Platz fürs Gewerbe und grüne Flächen? Antworten auf all diese Fragen liefert die Ortsplanung, welche in den vergangenen vier Jahren einer Gesamtrevision unterzogen wurde.

Inwil plant damit nicht nur im baulichen Sinne für die Zukunft, sondern passt gleichzeitig auch sein Bau- und Zonenreglement der Gesetzgebung des Kantons und des Bundes an. Abgestimmt über diese Gesamtrevision der Ortsplanung wird am Montag, 27. Mai, an der Gemeindeversammlung.

Nur bestehende Bauzonen überbauen – mit zwei Ausnahmen

Worum geht es konkret? Grundsätzlich strebt der Gemeinderat eine Verdichtung nach innen an. Will heissen: Nur die bereits bestehenden Bauzonen sollen künftig überbaut werden dürfen.

Neu eingezont werden sollen einzig im Gebiet Pfaffwil eine Fläche von 0,6 Hektaren für die Gärtnerei Schwitter, sowie im Gebiet Schützenmatt eine Fläche von 1,68 Hektaren. Hierbei handelt es sich um die Wiese zwischen dem Schulareal und der Post im Dorfzentrum. Mit der dort geplanten Überbauung wird der inneren Verdichtung also Rechnung getragen.

Mit dieser Strategie soll die Bevölkerung von Inwil künftig pro Jahr um 0,75 bis 1 Prozent wachsen. So schreibt es der kantonale Richtplan vor. Das ist deutlich weniger als in den vergangenen zehn Jahren: Bis dato wuchs die Gemeinde jährlich um rund 2 Prozent.

Gemeinderat erlässt Vorschrift, wann gebaut werden darf

Für den Gemeinderat stellt diese Vorgabe eine Herausforderung dar. Denn das Bevölkerungswachstum kann er naturgemäss nur beschränkt steuern, wie Gemeindeammann Fabian Peter auf Anfrage sagt. Eine Möglichkeit, dies trotzdem zu tun, sind Infrastrukturverträge.

Ein solcher wurde mit den Grundeigentümern der bereits erwähnten Wiese bei der Schützenmatt abgeschlossen. Diese haben sich dazu verpflichtet, die Wiese nicht gleich auf ein Mal komplett zu überbauen, sondern etappiert vorzugehen. «Damit können wir das Wachstum etwas lenken», sagt Peter, der das Ressort Bauen, Planen und Entwicklung innehat.

Wohnungen und allenfalls Gewerbe sowie öffentliche Zwecke geplant

Geplant ist auf der Wiese eine Überbauung mit Miet- und Eigentumswohnungen. Angedacht sind zudem Räume fürs Gewerbe und allenfalls auch für öffentliche Zwecke. Die genaue Nutzung und alle weiteren Details werden dann in einem Gestaltungsplan definiert, der nachfolgend noch vor die Gemeindeversammlung kommt. Die erste Bauetappe darf gemäss Infrastrukturvertrag frühestens ab 2024 realisiert werden, die zweite ab 2027.

Ein weiterer Punkt, um der inneren Verdichtung gerecht zu werden, ist die Umzonung im Gebiet Rütli nahe des Zentrums. Dort darf neu statt zwei-, dreigeschossig gebaut werden. Die Gesamthöhe liegt künftig bei maximal 13 Metern.

Fabian Peters letztes Geschäft als Gemeindeammann

Mit der Stossrichtung der Gesamtrevision der Ortsplanung scheint die Bevölkerung zufrieden zu sein. Während der ersten öffentlichen Auflage im vergangenen Herbst gingen bloss fünf Einsprachen ein, bei denen allesamt eine gütliche Einigung gefunden werden konnte. Während der zweiten Auflage kam es zu keinen Einsprachen. Dies führt Fabian Peter auf die langjährige Ausarbeitung mit allen relevanten Kräften – Parteien, Gewerbeverein, Bauamt – und der Bevölkerung zurück. «Seit 2015 haben wir immer wieder transparent informiert, Workshops durchgeführt und direkt mit der Bevölkerung zusammengearbeitet. Das zahlt sich nun aus», so Peter.

Für den 42-Jährigen ist das gleich doppelte Genugtuung: Aufgrund seiner Wahl in den Regierungsrat wird die Ortsplanrevision das letzte Geschäft sein, das er an der Gemeindeversammlung vertreten darf. «Nach 15 Jahren im Amt ist das ein schöner Abschluss für mich.»

Hinweis: Unter www.inwil.ch finden Sie alle Unterlagen zur Ortsplanrevision

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