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Kommentar

Isoliert oder weltoffen?

Chefredaktor Jérôme Martinu zum Gruppentourismus in der Stadt Luzern.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu (Bild: LZ)

Jérôme Martinu (Bild: LZ)

Wie weiter in der scharfen Debatte um den wirtschaftlich wichtigen Gruppentourismus in der Stadt Luzern? Die neu gegründete «IG weltoffenes Luzern» will jetzt ein gewichtiges Wort mitreden. Auslöser für diese Offensive ist der laute Tenor in der Tourismus-/Verkehrsdebatte, wonach Gäste mit ihren Reisecars aus dem Stadtzentrum verdrängt werden sollen. «Wir müssen aber im Auge behalten, dass vor allem unsere weltoffene Grundhaltung die erfolgreiche Entwicklung Luzerns möglich machte», schreibt die IG. Allein in der Agglomeration gäbe es gegen 8000 Vollzeitstellen im Tourismus, dazu müsse man weiterhin Sorge tragen. In der neuen IG haben sich Schwergewichte der Wirtschaft vereinigt, sie plädieren dezidiert für eine «sinnvolle Kombination» zwischen direktem Zentrums­zugang und peripherem Car-Regime.

Es ist der richtige Ansatz: Eine Versachlichung der Debatte tut not. Im Kern steckt darin aber wohl auch eine viel grundsätzlichere Kritik seitens der Wirtschaft und der Bürgerlichen: Der Luzerner Stadtrat bewegt sich politisch derzeit, gestützt von einer knappen linken Parlamentsmehrheit, auf heiklem Isolationskurs. Zwischen dem, was die Exekutive beteuert, und dem, was sie insbesondere tourismus-, verkehrs- und wirtschaftspolitisch tut, klafft eine eklatante Lücke. Der nötige Ausgleich, gerade auch mit Blick auf den gesamten Stadt- und Agglomerationsraum, findet immer weniger statt. So gesehen kann man die IG-Gründung auch als Kampfansage verstehen – oder zumindest als Appell: Der Luzerner Stadtrat soll Entscheide wieder selber erarbeiten, statt diese an Experten und deren Gutachten zu delegieren. Gestalten statt verwalten. Und auch den Mut haben, ungeachtet der politischen Windrichtung eigene Akzente zu setzen – und durchzusetzen.

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