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Interview

Ist der Flug über den Lopper besonders riskant?

Ein Kleinflugzeug ist am Samstag nach dem Start in Kägiswil am Lopper abgestürzt. Das Fluggebiet sei anspruchsvoll, sagt Flugfeldleiter Jost Vogler. Doch routinierte Piloten sollten damit klarkommen - genauso wie mit dem heissen Wetter.
Raphael Zemp
Das Unglücksflugzeug, fotografiert am 30. März 2016 beim Start auf dem Flugplatz Kägiswil. (Bild: Robert Hess)

Das Unglücksflugzeug, fotografiert am 30. März 2016 beim Start auf dem Flugplatz Kägiswil. (Bild: Robert Hess)

Jost Vogler, sie sind seit über sechs Jahren Flugfeldleiter des Flugplatzes Kägiswil. Ist der Start für Kleinflugzeuge dort besonders tückisch?

Jost Vogler, Flugfeldleiter des Flugplatzes Kägiswil. (Bild: PD)

Jost Vogler, Flugfeldleiter des Flugplatzes Kägiswil. (Bild: PD)

Der Flugplatz Kägiswil liegt in den Voralpen und ist von ansteigendem Gelände umgeben. Das erfordert besondere Aufmerksamkeit. Allerdings gibt es noch wesentlich anspruchsvollere Flugplätze, etwa jenen in Saanen bei Gstaad im Berner Oberland.

Und der Lopper? An dessen Felsen ist bereits vor knapp fünf Jahren ein F/A-18 der Schweizer Luftwaffe zerschellt, beide Insassen starben.

In Fall der F/A-18 handelte es sich um einen Pilotenfehler. Dies hat ein militärischer Untersuchungsrichter als Unfallursache eruiert. Der Ausflugweg über den Lopper ist üblich und keineswegs besonders riskant. Letztlich ist er ein Hügel wie jeder andere auch. Falls man zu wenig Höhe gewonnen hat, kann man ihn auch umfliegen.

Wie sicher ist das Flugzeug?

Die Unfallmaschine, eine französische Tobago Typ TB-10, ist ein unkritischer Flieger. Die Motorfluggruppe Pilatus (MFGP) betreibt diesen schon seit 35 Jahren – ohne Zwischenfall. Die Maschine wurde regelmässig überprüft und revidiert und befand sich in einem einwandfreien Zustand.

Das Wetter zum Zeitpunkt war sonnig und windstill – eigentlich ideale Flugbedingungen.

Das stimmt, es herrschte optimales Flugwetter. Mit Ausnahme der aussergewöhnlich hohen Temperaturen. Diese wirken sich negativ auf die Leistung des Motors aus. Ein erfahrener Pilot weiss das aber – und passt seinen Flugweg entsprechend an. Wie es zu dieser Tragödie kommen konnte, bleibt deshalb ein Rätsel.

Hat sich deswegen Verunsicherung breit gemacht auf dem Flugplatz Kägiswil?

Nein. Der Flugbetrieb geht wie gewohnt weiter. Es drängen sich keine Sofortmassnahmen auf. Wir warten nun den Untersuchungsbericht der SUST ab, um allfällige Lehren daraus zu ziehen.

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