ITALIEN: Steuerflucht: Viel Geld liegt auch in Luzern

Bis zu 450 Milliarden Euro italienischer Herkunft liegen auf Schweizer Banken. Rund 20 Prozent davon sind nach Angaben eines italienischen Anwalts bei Luzerner Finanzinstituten deponiert.

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Hohe Vermögenswerte aus dem südlichen Nachbarland sind auch bei Luzerner Finanzinstituten angelegt. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Hohe Vermögenswerte aus dem südlichen Nachbarland sind auch bei Luzerner Finanzinstituten angelegt. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Auf Tessiner Banken schlummern rund 200 Milliarden Euro vom südlichen Nachbarland, wie «intime Kenner» des Finanzplatzes der «Neuen Zürcher Zeitung» verraten haben. Es liegt auf der Hand, dass der Kanton ennet des Gotthards für italienische Kunden in der Schweiz die Geldanlegerdestination Nummer eins ist.

Doch nach dem Tessin folgen auf Platz zwei nicht etwa die Finanzplätze Zürich oder Genf, sondern Luzern. Dies zumindest behauptet der italienische Rechtsanwalt Gaetano Longo.

Mehr Diskretion als im Tessin
Longo verfügt über internationale Erfahrung, befasst sich auch mit Steuerfragen und führt seit drei Jahren eine Kanzlei in Zürich. Bei Privatgesprächen mit Privatbankern in Zürich, die unter anderem italienische Kunden betreuen, stiess er auf den überraschenden Befund. Laut Schätzungen lagern auf Schweizer Banken insgesamt rund 350 bis 450 Milliarden Euro italienischer Provenienz. Rund 10 bis 20 Prozent davon seien im Kanton Luzern deponiert.  Gemäss den Privatbankern rühmen die Anleger die Diskretion, die am Fusse des Pilatus besser gewährleistet ist als im Tessin.

Kari Kälin

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag»