Kommentar

Ja zum Einwohnerrat: Jetzt sind alle Ebikoner gefragt

Ebikon erhält endlich ein politisches System, das der Grösse der Gemeinde entspricht. Nun ist zu hoffen, dass möglichst viele Einwohner die Chance nutzen und im Parlament mitpolitisieren.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

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Der Entscheid ist historisch und in seiner Deutlichkeit überraschend. Mehr als drei Viertel aller Ebikoner wollen ein Parlament. Damit erhält die 14000 Einwohner zählende Gemeinde endlich ein politisches System, das ihrer Grösse entspricht.

Natürlich spielte es eine grosse Rolle, dass diesmal auch die CVP und der Gemeinderat hinter dem Begehren standen. Doch ebenso wichtig dürften die (negativen) Erfahrungen der letzten Jahre gewesen sein. Zu oft fühlten sich Volk und Parteien zu wenig gehört oder zu spät informiert. Ganz zu schweigen vom gescheiterten Kommissionenmodell.

Es wird nun Aufgabe der Spezialkommission sein, die Leitplanken für den künftigen Einwohnerrat zu bestimmen. Dabei geht es insbesondere auch um die Pensen des Gemeinderats. Diese betragen heute je 40 Prozent, denn die Exekutive ist «nur» strategisch tätig. Will sie die Geschäfte im Parlament angemessen vertreten, wird dies jedoch nicht ausreichen. Ein operativ tätiger Gemeinderat wäre auch wieder näher beim Volk und könnte besser auf das Tagesgeschäft Einfluss nehmen. Denn Letzteres war womöglich mit ein Grund, weshalb bei der Botschaft zur Sagenmatt-Abstimmung Fehler passiert sind, die zur Absage geführt haben.

Gefragt sind aber auch die Ebikoner. Es braucht Personal fürs Parlament. Gemeint sind nicht nur jene, die sich bislang beklagt haben, sondern alle. Wer im Dorf mitbestimmen will, hat jetzt beste Chancen. Selbstverständlich vorausgesetzt, es klappt dann mit der Wahl.

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