JAGD: Mehr Fotofallen für Luchse

Der Kanton Luzern will die Ausbreitung der Luchse genauer beobachten. Auch Abschüsse könnten bald möglich sein.

Drucken
Teilen
Der Luchs B86 tappte am 20. März 2009 um 3.28 Uhr im Ruchschwand-Wald bei Sörenberg in eine Fotofalle. (Bild pd)

Der Luchs B86 tappte am 20. März 2009 um 3.28 Uhr im Ruchschwand-Wald bei Sörenberg in eine Fotofalle. (Bild pd)

«Wir sind nicht gegen den Luchs, aber langsam nimmt er Überhand», sagt Hans Lötscher, Obmann des Marbacher Jagdreviers Buchschachen. «Die Jagdverwaltung hat im Gebiet Flühli, Marbach, Escholzmatt im vergangenen Winter fünf verschiedene Luchse nachgewiesen», bestätigt Josef Muggli, Abteilungsleiter Fischerei und Jagd des Kantons Luzern. Diese gehäuften Beobachtungen stehen wohl im Zusammenhang mit der Paarungszeit im Februar und März. Luchse sind dann besonders aktiv und legen lange Strecken zurück. So viele Luchse auf wenigen Quadratkilometern – das ist laut Muggli speziell.

Langsam kommen die Luchse den Jägern in die Quere: Ihnen bleiben weniger Tiere zum Abschuss, und die verbleibenden Tiere sind durch die Präsenz des Luchses viel aufmerksamer.

In diesem Jahr sind sechs Luchsrisse nachgewiesen: drei Rehe, zwei Gämsen und ein Lamm. Drei Risse geschahen in Marbach, die übrigen in Flühli, Schwarzenberg und Buttisholz. Zum Vergleich: Der Wolf riss vier Schafe.

Luzia Mattmann; rem

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.