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JAHRESRECHNUNG STADT LUZERN: Wer vom unerwarteten Gewinn am meisten profitiert

Die Stadt Luzern schliesst das Jahr 2016 mit einem Gewinn von 37,5 Millionen Franken ab, 36,8 Millionen Franken besser als budgetiert. So soll der Überschuss verwendet werden.
Im Bild ist das Schulhaus Staffeln in Littau/Reussbühl. (Bild: LZ)

Im Bild ist das Schulhaus Staffeln in Littau/Reussbühl. (Bild: LZ)

Solche Überraschungen lassen Finanzchefs träumen: Statt wie budgetiert mit 0,8 Millionen Überschuss schliesst die Rechnung 2016 der Stadt Luzern mit einem Plus von 37,5 Millionen Franken. So soll der Überschuss verwendet werden.

Schule: 19,8 Millionen Franken

Auf 200 Millionen Franken beläuft sich der Investitionsbedarf bei den städtischen Schulhäusern bis 2025. Dazu gehören Grossprojekte wie der Neubau des Schulhauses Staffeln. Schon letztes Jahr wurden 8 Millionen Franken aus dem Jahresgewinn in einen speziellen Schulhausfonds eingezahlt.

Im Bild ist das Schulhaus Staffeln in Littau/Reussbühl. (Bild: LZ)

Im Bild ist das Schulhaus Staffeln in Littau/Reussbühl. (Bild: LZ)

Diesmal sollen es sogar 18,4 Millionen sein. Weitere 1,27 Millionen sollen für die Entlastung der Sek-Lehrpersonen verwendet werden, und 0,1 Millionen für den Ausbau der Musikschulräume im Schulhaus Matt.

Fernwärme Littau: 3 Millionen Franken

Die Energie Wasser Luzern (EWL) plant, den Stadtteil Littau ans Fernwärmenetz anzuschliessen. Konkret sollen Littauer Haushalte künftig mit Abwärme aus der Abfallverbrennungsanlage Renergia in Perlen sowie von der Swiss Steel in Emmenbrücke geheizt werden.

Blick auf die Kehrichtverbrennungsanlage Renergie und Industriegebiet Perlen. (Bild: LZ)

Blick auf die Kehrichtverbrennungsanlage Renergie und Industriegebiet Perlen. (Bild: LZ)




Damit soll jährlich rund 1 Million Liter Heizöl eingespart werden. Der Stadtrat will nun 3 Millionen Franken für die Vorfinanzierung dieses Fernwärmeprojekts leisten.

Flüchtlinge: 1,5 Millionen Franken

Flüchtlinge, die Sozialhilfe beziehen, erhalten ihr Geld zunächst vom Kanton. Nach zehn Jahren Aufenthalt wechselt die Zuständigkeit aber zu den Kommunen. Für die Gemeinden ist dies jeweils eine grosse finanzielle Belastung.

Asylzentrum Sonnenhof in Emmenbrücke. (Bild: LZ)

Asylzentrum Sonnenhof in Emmenbrücke. (Bild: LZ)



Die Stadt will daher bei der Prävention ansetzen, damit die Flüchtlinge nach zehn Jahren gar keine Sozialhilfe mehr brauchen. Deshalb sollen 1,5 Millionen Franken in einen Spezialfonds eingezahlt werden. Dieser soll Praktika und Arbeitsintegrationsmassnahmen ermöglichen.

Naturschutz: 1,5 Millionen Franken

Im städtischen, dichtbebauten Raum sind Grün- und Freiflächen rar. Und dort, wo es sie gibt, soll eine möglichst grosse Artenvielfalt herrschen. Im Bild der renaturierte frühere Schiessplatz auf der Allmend.

Auf dem Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zur Swissporarena mit Hochhäusern und Sporthalle wurde das Gelände saniert und zu einem Naturschutzgebiet gemacht. (Bild: LZ)

Auf dem Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zur Swissporarena mit Hochhäusern und Sporthalle wurde das Gelände saniert und zu einem Naturschutzgebiet gemacht. (Bild: LZ)



Der Stadtrat will deshalb 1,5 Millionen Franken in einen Spezialfonds zur Förderung von Biodiversität im Natur- und Landschaftsschutz leisten.

Sitzbänkli und Spielplätze: 0,7 Millionen Franken

1200 Sitzbänke gibt es heute in der Stadt Luzern. Der Stadtrat möchte diese Zahl erhöhen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität bei diesen Sitzgelegenheiten verbessern. Zudem sollen die Bänkli stadtweit vereinheitlicht werden. Dafür sind 500000 Franken vorgesehen.

General Guisan-Quai in Luzern (Bild: LZ)

General Guisan-Quai in Luzern (Bild: LZ)

Weitere 200000 Franken sollen für Kinderspielplätze verwendet werden. Viele von ihnen wurden in den letzten Jahren vernachlässigt, aus Spargründen wurden teils Spielgeräte nicht mehr ersetzt. Dem soll nun entgegengewirkt werden.

rk

In diesen Bereichen will die Stadt Luzern ihren Millionen-Überschuss investieren. (Bild: LZ)

In diesen Bereichen will die Stadt Luzern ihren Millionen-Überschuss investieren. (Bild: LZ)

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