Jassmeisterschaft – jetzt gehts los

Am Montag startete die Vorausscheidung zur Zentralschweizer Jassmeisterschaft. Sie verzeichnete gleich einen rekordverdächtigen Andrang an Teilnehmern.

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Auch sie gaben am Montagabend beim Jassen in Kriens alles: (von links unten): Rösi Zemp Irma Burri, Werner Arnold und Alfred Distel. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Auch sie gaben am Montagabend beim Jassen in Kriens alles: (von links unten): Rösi Zemp Irma Burri, Werner Arnold und Alfred Distel. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Wo bis vor kurzem noch lautstarkes Geplauder den Raum füllte, ist auf einmal eine ungewöhnlich Stille eingetreten. Von einem Moment auf den anderen haben sich die Jasser im Restaurant Wichlern in Kriens voller Konzentration dem Spiel zugewandt. Denn in den nächsten Stunden entscheidet sich, wer im Finale um den Titel Zentralschweizer Jassmeister 2011 mitmachen darf.

«Ein riesen Ansturm»

174 Personen nahmen am Montagabend Abend an der ersten von insgesamt zwölf Vorausscheidungsrunden der fünften Zentralschweizer Jassmeisterschaft teil. «Ein riesen Ansturm, das Lokal ist praktisch voll», sagt Hansjörg Kägi vom Verlag der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben, welche die Jassmeisterschaft präsentiert. Letztes Jahr haben in Kriens 128 Spieler mitgemacht. Mit diesem guten Start hofft Kägi nun, diese Jahr einen Teilnehmerrekord aufzustellen.

Einer der Teilnehmer ist Alexander Rey (24) aus Luzern. Er macht mit seinen drei WG-Mitbewohnern beim Turnier mit. «Sonst jassen wir immer mit unserem vierten Mitbewohner zusammen. Aber der ist im Ausland, und deshalb müssen wir nun raus zum Jassen», sagt Rey, der zum ersten Mal beim Turnier dabei ist. Den Reiz des Jassens macht für ihn das Zusammenspiel mit dem Partner aus: «Um wirklich viele Punkte zu machen, muss man zusammenarbeiten.»

Kultur, die weiterlebt

Ebenfalls dabei sind Rösi Zemp (64) aus Hasle und Irma Burri (57) aus Ebikon. Die beiden wurden einander für die erste Runde zugelost. Sie sind beide in Jassclubs aktiv und wollen sich nun an anderen messen. Burri: «Sonst spielt man ja immer mit den gleichen Leuten, und hier kann man sich mal einer anderen Herausforderung stellen.» Sie ist zum zweiten Mal bei der Meisterschaft dabei. Rösi Zemp ist bereits zum dritten Mal dabei, und dieses Mal will sie endlich über die Vorrunde hinauskommen: «Das Ziel wäre einmal beim Finale im Luzerner ‹Stadtkeller› dabei sein zu können.» Jassen fasziniere die beiden, weil es ein Stück Kultur sei, die weiterlebt, und sich auch bei der nächsten Generation grosser Beliebtheit erfreut. Irma Burri sagt: «Bei uns beiden jasst die ganze Familie mit. Auch die Kinder haben nun den Reiz des Spiels erkannt und sind öfters in einer Beiz beim Jassen zu finden.»

Sasa Rasic / Neue LZ

Hinweis:
Alle Infos zur fünften Zentralschweiz Jassmeisterschaft finden Sie hier »