JAUCHENOTSTAND: Bauern mit leeren Güllesilos werden gesucht

Vielen Bauern steht die Jauche wegen des winterlichen Wetters inzwischen buchstäblich bis zum Hals. Eine Güllenbörse soll nun Abhilfe schaffen.

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Landwirt Franz Kaufmann bei seinem Güllesilo in Ebnet im März 2006. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Landwirt Franz Kaufmann bei seinem Güllesilo in Ebnet im März 2006. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Wer auf seinem Hof oder bei stillgelegten Scheunen geeigneter Güllenraum verfügbar hat fürs Umlagern von Gülle aus Betrieben mit akuten Engpässen, wird ersucht, dies möglichst umgehend der Dienststelle Landwirtschaft und Wald in Sursee (041 925 10 00) mitzuteilen, wie es auf der Website des Luzerner Bauernverbandes heisst. Der Bedarf für solche Güllevolumen dürfte wegen weiterhin winterlichen Verhältnissen und später wassergesättigten Böden nach der Schneeschmelze zweifellos rasch steigen.

Gülle darf generell nur ausgebracht werden, wenn der Boden saug- und aufnahmefähig ist, wie es in einem Merkblatt zum Thema heisst (siehe Link). Wenn der Boden vernässt, gefroren oder schneebedeckt ist, darf keine Gülle ausgebracht werden. Das Gülleverbot auf schneebedeckte, wassergesättigte und gefrorene Böden gilt in jedem Fall. Um Umweltschäden zu verhindern, z.B. durch Überlaufen der Güllegrube, kann im Notfall eine Rechtfertigung für einen Gülleaustrag vorliegen. Dazu ist vorgängig mit der Dienststelle Landwirtschaft und Wald Kontakt (041 925 10 55) aufzunehmen.

scd