Jazz Festival Willisau nun doch abgesagt

Das Jazz Festival Willisau streicht für dieses Jahr die Segel. Entgegen früherer Aussagen findet der Anlass wegen Corona-Bestimmungen nicht statt. Die nächste Ausgabe ist für 2021 geplant.

Dominik Weingartner
Drucken
Teilen
Der Jazz Musiker Dave Douglas bei seine Auftritt am Jazz Festival in Willisau im Jahr 2015.

Der Jazz Musiker Dave Douglas bei seine Auftritt am Jazz Festival in Willisau im Jahr 2015.

Roger Gruetter

Kehrtwende beim Jazz Festival Willisau: Entgegen der Ankündigung von Anfang Juni, den Anlass dieses Jahr durchzuführen, haben die Organisatoren am Donnerstag mitgeteilt, dass die Ausgabe 2020 doch definitiv abgesagt wird.

Als Grund gibt das Team um Festivalleiter Arno Troxler erschwerte Bedingungen infolge der Massnahmen gegen die Coronapandemie an. «Lange Zeit standen die Zeichen auf Hoffnung, findet doch der Anlass erst Ende August statt», heisst es in der Mitteilung. Die Pläne für die Durchführung seien laufend an die geltenden Bestimmungen angepasst worden. «Doch die jüngsten Auflagen des Bundes haben nun die Durchführung so erschwert, dass das Jazz Festival Willisau seinen Charakter verlieren würde», heisst es.

«Der Entscheid schmerzt»

Festivalleiter Arno Troxler

Festivalleiter Arno Troxler

Marcel Meier

Dabei sei nicht die Besucherobergrenze von 1000 Personen entscheidend, sondern der Umstand, «dass die Veranstalter Sektoren von 300 Personen mit separaten Zu- und Abgängen hätten ausscheiden müssen, um den geforderten Tracing-Radius einzuhalten». Dazu sagt Arno Troxler: «Ein Festival, wie wir uns das vorstellen, kann keine Sektoren bilden. Das Jazz Festival Willisau ist ein offener Ort des Austausches und der Begegnung.»

Schon früh hat sich das Festival entschieden, bei der diesjährigen Ausgabe ausschliesslich auf Schweizer Künstler zu setzen. Dies wäre laut den Veranstaltern unter den erschwerten Coronabedingungen «organisatorisch eine praktikable Lösung» gewesen.

Das nächste Jazz Festival Willisau findet nun vom 1. bis 5. September 2021 statt. «Der Entscheid schmerzt. Aber wir möchten lieber das Festival gestärkt aus dieser Krise führen, als dass die Krise das Festival auf lange Sicht schwächt», so Troxler.

Mehr zum Thema