Jeder fünfte Lehrling gibt auf

Der Lehrstellenmarkt hat sich zwar entspannt, doch immer mehr Jugendliche brechen ihre Ausbildung ab. Einer der Gründe: Die Schule ist schwieriger geworden.

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Ein Schlosserlehrling beim Schweissen. (Bild: Keystone)

Ein Schlosserlehrling beim Schweissen. (Bild: Keystone)

Die Zahlen sind erschreckend: In der Schweiz wird durchschnittlich jede fünfte Berufslehre abgebrochen. Dies gilt auch für die Kantone Luzern und Zug, wie eine Umfrage unserer Zeitung ergeben hat. In Luzern zum Beispiel wurden per Ende 2009 «nur» 691 Lehren nach eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder eidgenössischem Berufsattest abgebrochen. 2010 waren es bereits 747 und 2011 sogar 817, wie die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern auf Anfrage erklärt.

Service: 42 Prozent brechen ab

Am meisten Lehrabbrüche gibt es bei den Servicefach- und Büroangestellten (je 42 Prozent), am wenigstens bei den Automatikern (1 Prozent). Eine tiefe Lehrabbruchquote findet sich auch bei den kaufmännischen Berufen: Dort beträgt sie 11 bis 12 Prozent, wie eine in der Schweiz bislang einzigartige Studie aus dem Kanton Bern zeigt.

Die Gründe für einen Lehrabbruch sind unterschiedlich. «Ein Grossteil der Jugendlichen erfüllt die Anforderungen in der Schule nicht», sagt Stefan Zurkirchen, Prorektor des Berufsbildungszentrum Bau und Gewerbe (BBZB) in Luzern. Die praktischen Anforderungen seien in seiner Branche zwar etwa gleich hoch wie vor zehn Jahren. «Aber der schulische Anteil ist ausgeweitet worden.»

Zudem vertun sich laut Jörg Meyer von der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern viele Lehrlinge bei der Berufswahl, weil sie sich zu früh für einen Beruf entscheiden müssten.

Christian Hodel

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