Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Hat der Stadtluzerner SP-Vizepräsident Simon Roth das Amtsgeheimnis verletzt? Die SP stellt sich hinter ihn.

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Der Stadtluzerner SP-Vizepräsident Simon Roth. (Bild: PD)

Der Stadtluzerner SP-Vizepräsident Simon Roth. (Bild: PD)

Bewiesen ist nichts, doch der Vorwurf von Seiten der SVP und der FDP wiegt schwer: Simon Roth, Vizepräsident der SP Stadt Luzern und Mitglied der städtischen Einbürgerungskommission, soll das Amtsgeheimnis verletzt haben. Er soll seiner Parteileitung Interna aus der Kommission verraten haben, was dazu geführt hat, dass Parteikollegin Valentina Smajli nicht für eine weitere Amtszeit nominiert worden ist.

Aufgrund der Berichterstattung der Neuen Luzerner Zeitung hat die Luzerner Staatsanwaltschaft gestern bei der Luzerner Polizei Vorermittlungen in Auftrag gegeben. «Mit den angeordneten Vorermittlungen soll geprüft werden, ob ein strafbarer Tatbestand vorliegt», erklärt Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Sollte es sich tatsächlich um eine Amtsgeheimnisverletzung handeln, drohen bei einem Vergehen eine Geldbusse oder bis zu drei Jahren Haft.

Differenzen bestätigt

Die SP der Stadt Luzern stellt sich in einer Medienmitteilung hinter ihren Vizepräsidenten. «Simon Roth hat sich jederzeit lösungsorientiert, korrekt und fair verhalten», sagt Parteipräsident Claudio Soldati. Die Vorwürfe gegen Roth «weisen wir klar zurück». Soldati verhehlt aber nicht, dass es zu Differenzen mit Valentina Smajli gekommen sei, was das Parteipräsidium zur Überzeugung gebracht habe, dass personelle Änderungen notwendig seien.

Christian Bertschi / Neue LZ

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