Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Jetzt ist es definitiv: Weggis soll ein neues Hallenbad erhalten

Sanierung, Abriss oder Neubau des Hallenbades? Diese Optionen hat der Weggiser Gemeinderat geprüft und ist nun zu einem Schluss gekommen: Der Neubau soll 15 Millionen Franken kosten. Das letzte Wort hat das Volk.
Niels Jost
Das derzeitige Hallenbad in Weggis soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. (Bild: PD)

Das derzeitige Hallenbad in Weggis soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. (Bild: PD)

Der Gemeinderat von Weggis will das bestehende Hallenbad Lido rückbauen und durch einen Neubau ersetzen. Das teilt er auf der Webseite mit. Das Grossprojekt soll rund 15 Millionen Franken kosten. Dabei handle es sich um «das wohl grösste Investitionsprojekt der nächsten Jahre», schreibt der Gemeinderat.

Das Gremium werde nun eine Abstimmungsvorlage ausarbeiten. Geplant ist, das Projekt im Jahr 2020 an die Urne zu bringen.

Auch ein unterirdisches Parkhaus geplant

Nötig ist der Neubau des Hallenbades, weil dieses stark sanierungsbedürftig ist: Die technischen Anlagen wie die Wasseraufbereitung, die Heizung und die Lüftung sind veraltet und verbrauchen zu viel Energie. Zudem ist das knapp 50-jährige und zuletzt vor 22 Jahren sanierte Gebäude nicht behindertengerecht gebaut.

Vorgesehen ist zudem, auf dem heutigen Lido-Parkplatz unterirdische Parkplätze zu schaffen. Die Gemeinde sei ohnehin auf zusätzliche Plätze angewiesen, schreibt der Gemeinderat weiter. Die Verhandlungen mit der Grundeigentümerin, dem Hotel Alexander, habe man bereits aufgenommen.

Den Entscheid für den Neubau hat der Gemeinderat aufgrund einer durchgeführten Marktanalyse und Machbarkeitsstudie gefällt. Seit eineinhalb Jahren wird das Projekt von einer Lidokommission begleitet und ausgearbeitet, die sich aus Vertretern der verschiedensten Interessensgruppen, Fachleuten aus dem Dorf sowie einer Projektgruppe zusammensetzt.

Lehrplan 21 macht Neubau notwendig

Nötig ist der Neubau auch deshalb, weil nicht nur die Weggiser Bevölkerung, Schulen und Vereine auf ein Hallenbad angewiesen sind, sondern auch die umliegenden Gemeinden. So ist etwa seit der letztjährigen Einführung des Lehrplan 21 der Schwimmunterricht auf der Primarstufe obligatorisch. Eine Sanierung der bestehenden Bauten und Anlagen reiche nicht aus, um das künftige Bedürfnis zu befriedigen, schreibt der Gemeinderat.

Ein weiteres Argument gegen eine Sanierung und für den Neubau seien die Investitionen: Diese können laut dem Gemeinderat langfristig abgeschrieben werden. Bei einer Sanierung seien die Investitionen nur von mittelfristiger Dauer.

Weggiser Hallenbad war schweizweit ein Novum

Das Weggiser Hallenbad wurde 1969 eröffnet. Es sei damals in der Schweiz ein Pionierwerk gewesen, da es erstmals mit einem Freibad kombiniert wurde, schreibt der Gemeinderat. Und auch dieses Freibad hatte Pioniercharakter: Es war 50 Jahre zuvor das erste Freibad der Schweiz, in dem Frauen und Männer in der gleichen Anlage baden durften.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.