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Jetzt will die Gemeinde Meggen der Bauernfamilie Hofer Hand bieten

Der Bio-Bauer Kaspar Hofer befindet sich in der Misere: Ein Gesetz von 1995 und ein stinkender Schweinestall zwingt ihn, diesen neu zu bauen. Nun bietet die Gemeinde Meggen ihre Hilfe an.
Simon Mathis
Wie es mit dem Schweinestall der Familie Hofer weiter geht, ist noch offen. (Bild: Pius Amrein, Meggen, 17. Juni 2019).

Wie es mit dem Schweinestall der Familie Hofer weiter geht, ist noch offen. (Bild: Pius Amrein, Meggen, 17. Juni 2019).

Das Schicksal der Bauernfamilie Hofer aus Meggen schlägt hohe Wellen. Der Bio-Bauer Kaspar Hofer sieht sich gezwungen, seinen Schweinestall abzubrechen und einen neuen weiter weg von der Wohnzone zu errichten. Weil ihm dafür das Geld fehlt, bittet er online um Spenden. Grund für die missliche Lage ist ein Gesetz von 1995 und der stinkende Schweinestall, der mehrere Nachbarn verärgert und zu einer Klage geführt hat.

Jetzt schaltet sich der Megger Gemeinderat ein. Er bietet der Familie Hofer «Hilfe und Unterstützung hinsichtlich eines zukünftigen Betriebskonzeptes an», heisst es auf der Website der Gemeinde. «Gemeinsam mit dem Kanton soll eine gute Lösung für die Zukunft gefunden werden.» So wolle man ein gesetzeskonformes, bewilligungsfähiges Projekt anstreben, das die Existenz der Familie auch weiterhin sichern könne.

Nächste Woche folgt ein Gespräch

Die Familie Hofer bestätigt auf Anfrage, dass der Gemeinderat sie telefonisch zu erreichen versucht habe. Wahrscheinlich werde man am Freitag einen Gesprächstermin für die nachfolgende Woche vereinbaren. Der Gemeinderat war an Fronleichnam für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut Kanton Luzern und Gemeinde Meggen hat Kaspar Hofer gewisse Umbauten getätigt, ohne die dafür nötigen Bewilligungen einzuholen. Offenbar hat unter anderem dies dazu geführt, dass die rechtswidrige Situation beim Schweinestall lange unentdeckt blieb. In einem aktuellen Facebook-Post räumen die Hofers ein, dass «wir unseren Schweinestall eigentlich seit längerem hätten abreissen lassen müssen, weil die Bauzone zu nahe ist.» Die Familie stellt sich allerdings auf den Standpunkt, dass sie vor der Wohnzone da war. Schon zuvor nannte Kaspar Hofer das Gesetz, das ihn zum Neubau zwingt, «ungerecht und unlogisch».

Unterdessen nimmt die Spendensammlung der Familie Hofer Fahrt auf. Bislang habe man 17'000 Franken gesammelt, sagt die Familie. Sprich: Nach dem Medienecho hat sich das Spendengeld innerhalb von einer knappen Woche verzehnfacht. Für den neuen Stall braucht's allerdings mehr als 1 Millionen Franken. Es fehlt also noch viel Geld.

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