Jetzt wird das KKL-Dach saniert

Das erst 11 Jahre alte KKL-Dach muss umfassend saniert werden. Wie teuer die Arbeiten zu stehen kommen und wer für die Kosten aufkommen wird, steht noch nicht fest.

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Das riesige KKL-Dach muss umfassend saniert werden. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Das riesige KKL-Dach muss umfassend saniert werden. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Das imposante Dach des Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) wird ab Ende März auf einem Teststreifen untersucht und mit einer neuen Beschichtung versehen. Wieviel die Gesamtsanierung des Daches kostet, ist aber noch unklar. Ebenso, wer dafür aufkommen muss.

In einer ersten Etappe sollen 300 Quadratmeter des insgesamt über 12'000 Quadratmeter grossen Dachs geöffnet werden, wie das KKL am Donnerstag vor den Medien bekanntgab. Dabei soll die Holzkonstruktion auf ihre Tragfähigkeit untersucht werden. Zudem soll eine Kunststoffschicht - ein sogenanntes Wirrgelege - eingebaut werden, damit das Dach gut durchlüftet wird. Unter diesem Wirrgelege soll eine wasserabweisende Haut das Dach dicht machen.

Weniger Kupfer im See

Die Kupferbleche sollen im Teststreifen durch ein auf beiden Seiten mit Zinn beschichtetes Kupferblech ersetzt werden. Damit will das KKL auch ein Umweltproblem lösen, wie Pius Zängerle, Präsident der Trägerstiftung des KKL, sagte. Das Zinnmaterial soll 90 Prozent weniger Kupferabschwemmung haben. Die Kupferabschwemmungen belasteten den Vierwaldstättersee. Die Gesamtsanierung soll dem Dach eine Lebensdauer von 80 Jahren gewährleisten.

Ende März soll für die erste Etappe nahe dem Seeufer ein Gerüstturm zum Dach hinaufreichen. Der Betrieb des KKL wird gemäss Zängerle nicht gestört. Die erste Etappe kostet 600'000 Franken und wird von der Trägerstiftung bezahlt.

Verhandlungen mit Arge TU über Kosten

Wieviel die Sanierung des gesamten Daches kosten wird, wollte Zängerle noch nicht abschätzen. Er geht davon aus, dass von der tragenden Holzkonstruktion nur einzelne Teile ersetzt werden müssen. Ein Voranschlag sei jedoch erst im Sommer möglich. Wegen der Kosten befindet sich das KKL mit der Erbauerin, der Arbeitsgemeinschaft Totalunternehmung (Arge TU), in Verhandlungen, wie Zängerle festhielt. Diese fänden sowohl auf unternehmerischer wie auch juristischer Ebene statt. Sicher sei, dass das KKL einen Beitrag leisten müsse. Ob und wieviel die Arge TU bezahlen wird, ist noch offen.

Das vom französischen Architekten Jean Nouvel entworfene KKl Luzern war 2000 fertiggestellt worden. Das markante Dach schwebt über 21 Meter über dem Boden und ist mehr als 2400 Tonnen schwer. Die Gesamtsanierung soll eine Lebensdauer von 80 Jahren gewährleisten.

pd/zim