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JODLERFEST: Zusage ist nur noch Formsache

Die Suche nach Austragungsorten für den Zentralschweizer Anlass war oft schwierig. Eine Bewerbung aus der Region kommt da wie gerufen.
Hugo Bischof
Dieses Jahr fand das Zentralschweizerische Jodlerfest in Schüpfheim statt: hier mit dem Jodlerclub Alpeglöggli Hasle. (Bild Pius Amrein)

Dieses Jahr fand das Zentralschweizerische Jodlerfest in Schüpfheim statt: hier mit dem Jodlerclub Alpeglöggli Hasle. (Bild Pius Amrein)

Hugo Bischof

Was tun, wenn man nach sechzehn Jahren sein Amt als Gemeinderätin abgibt? Manuela Bernasconi hat schon Pläne. Als Mitglied des Jodlerklubs Heimelig werde sie sich dafür einsetzen, dass das Zentralschweizerische Jodlerfest 2019 in ihrer Heimatgemeinde Horw stattfindet, verriet die Ende dieses Monats zurücktretende Bauvorsteherin unserer Zeitung (gestrige Ausgabe).

Entscheid wohl nur eine Formsache

«Eine Absichtserklärung aus Horw liegt uns vor», bestätigt Richard Huwiler, Präsident des Zentralschweizerischen Jodlerverbands. Definitiv entschieden sei noch nichts: «An der nächsten Delegiertenversammlung des Jodlerverbands am 28. Januar 2017 in Küssnacht wird Horw sein Projekt vorstellen; dann stimmen die Delegierten darüber ab.» Huwiler lässt aber durchblicken, dass das Ja der Delegierten wohl nur eine Formsache sein wird: «Wir sind immer froh, wenn wir rechtzeitig eine gute Bewerbung vorliegen haben.»

Das war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall. Lange Zeit musste man beispielsweise befürchten, dass sowohl 2009 als auch 2010 das Zentralschweizerische Jodlerfest gar nicht stattfinden könnten, da ein Organisator fehlte. Dagmersellen (2009) und Baar (2010) sprangen quasi in letzter Minute ein.

Einst gab es Kampfwahlen

Jodlerfeste werden meist zwei Jahre im Voraus vergeben. Damit haben die Austragungsorte genügend Zeit, um sich für den folkloristischen Grossanlass vorzubereiten, an den jeweils über 50 000 Besucher strömen. Auch 2012 war die Suche nach einem Austragungsort schwierig. Schliesslich sprang Lachen im Kanton Schwyz in die Bresche. 2013 fand das Zentralschweizerische Jodlerfest in Reiden statt. Es war damals der einzige Bewerber. Was für ein Unterschied zu früher, als es Kampfwahlen um den Austragungsort gab! Hochdorf, welches das Zentralschweizerische Jodlerfest 2004, durchführte, musste drei Mal Anlauf nehmen, bis es klappte.

Das Zentralschweizerische Jodlerfest findet jährlich statt, ausser in den Austragungsjahren des Eidgenössischen Jodlerfests, das im Drei-Jahre-Turnus über die Bühne geht. Das nächste «Eidgenössische» findet 2017 in Brig statt. Bereits bekannt ist, dass das nächste Zentralschweizer Jodlerfest 2018 im luzernischen Schötz stattfindet. Und 2019 nun also im ebenfalls luzernischen Horw. Hier wurde es bereits 1966 ausgetragen. Das diesjährige Zentralschweizer Jodlerfest vom 24. bis 26. Juni fand in Schüpfheim statt, mit über 3000 aktiven Teilnehmern (wir berichteten). 2015 war Sarnen der Austragungsort.

«Luzernisch» geprägt

Der Zentralschweizerische Jodlerverband (ZSJV) ist ein Unterverband des Eidgenössischen Jodlerverbandes. Er deckt die sieben Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Luzern, Zug und Tessin ab. Dass mit Schüpfheim (2016), Schötz (2018) und Horw (2019) nun dreimal hintereinander Luzerner Gemeinden das grosse Fest durchführen, «zeigt, dass wir momentan schon etwas ‹luzernisch› geprägt sind», sagt Richard Huwiler. In Schötz 2018 organisieren die Jodlervereinigung Schötz und der Verein «Freunde alter Traktoren» das Fest. In Horw 2019 werden es der Jodlerklub Heimelig Horw und das Turnerchörli Horw sein. «Ein Grobkonzept, in welchen Lokalitäten das Fest stattfindet, liegt vor», sagt «Heimelig»-Präsident Fritz Brun. Dazu gehören etwa die katholische Kirche und die neue Oberstufenschulhaus-Aula. «Wir können uns aber auch vorstellen, einige Anlässe im Pilatusmarkt durchzuführen, um ganz nah bei den Leuten zu sein.»

Voll motiviert ist auch das Turnerchörli Horw. Dessen Präsident Heinrich Heer betont: «Wir haben eine Umfrage bei unseren 20 Aktivmitgliedern gemacht; alle sind mit grosser Freude dabei.» Ein gewisser Respekt vor der grossen Aufgabe, die intensive Mitarbeit verlangt, ist aber schon vorhanden. Heer: «Die letzten Jodlerfeste waren hervorragend organisiert. Wir wollen dies ebenso gut machen.»

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