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Kommentar

Jörg Meyer tritt nicht mehr an – ein konsequenter Entscheid

Für die schnelle Entscheidung, ihre Kandidatur zugunsten der Grünen zurückzuziehen, verdient die SP Respekt, findet Roseline Troxler, Redaktorin Ressort Kanton Luzern. Dennoch wird es nicht einfach, einen Sitz für die Linken zu erobern.
Roseline Troxler
Roseline Troxler

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Vor einem Jahr gab SP-Mann Jörg Meyer seine Kandidatur für den Luzerner Regierungsrat bekannt. Nachdem die Partei vor vier Jahren ihren Sitz an die SVP verloren hatte, wollte sie zurück in die Exekutive.

Mit der Ankündigung vom Montag, auf den zweiten Wahlgang zu verzichten, ist dieser Traum geplatzt. Besonders bitter dürfte für die SP sein, dass die Grüne Kandidatin Korintha Bärtsch besser abgeschnitten hat als Meyer. Die Stadtluzernerin konnte stärker von der grünen Welle profitieren. Hätten die Wahlen Anfang Jahr stattgefunden, wäre es gut möglich gewesen, dass die SP nun mit Meyer in den zweiten Wahlgang stiege.

Dennoch ist der Entscheid der Genossen richtig, für diese prompte Ankündigung verdienen sie Respekt. Für das Anliegen – eine linke Vertretung in der Regierung – stellen sie sich hinten an. Unklar ist, ob die Grünen Druck auf die SP-Parteileitung ausgeübt und sie an das Versprechen erinnert haben, den im ersten Wahlgang vorne liegenden Kandidaten zu unterstützen.

Unabhängig davon: Eine Zweierkandidatur hätte für die Linken ein zu grosses Risiko bedeutet. Trotz konsequentem Entscheid der SP ist es fraglich, ob die Linken Mitte Mai belohnt werden. Bärtsch kann zwar als Frau punkten und profitiert derzeit von der Klimadiskussion. Wenn die Bürgerlichen jedoch zusammenspannen, wird es die 34-jährige Kandidatin sehr schwer haben.

Unabhängig vom Wahlausgang ist die SP gut beraten, aus den Fehlern der aktuellen und vergangenen Wahl die richtigen Schlüsse zu ziehen. Sie muss bereits ab jetzt eine mehrheitsfähige Regierungsratskandidatin für die Wahlen 2023 aufbauen.

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