Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Johann Schneider-Ammann zu Gast in Luzern, der «zweitschönsten Stadt der Schweiz»

Handörgeli, Alphörner und Fahnenschwinger: Auf dem Europaplatz Luzern begann der Nationalfeiertag bereits am Vorabend zum 1. August. Festredner Johann Schneider-Ammann war voll des Lobes über die «zweitschönste Stadt der Schweiz».
Simon Mathis
Bundesrat Schneider-Ammann läutet in Luzern den 1. August ein. (Bild: Simon Mathis)

Bundesrat Schneider-Ammann läutet in Luzern den 1. August ein. (Bild: Simon Mathis)

Der Klang von Ländlermusik. Der Geruch von Bratwurst und Bratkäse. Kinder wuseln herum, besuchen den Stand der Jungwacht Blauring, um Blumentöpfe mit dem Schweizerkreuz zu bemalen. Das alles kann nur eines bedeuten: Nationalfeiertag. In Luzern begann dieser schon am Vorabend zum 1. August - vor dem KKL.

Die CVP Luzern stellte die Festlichkeiten am Europaplatz letztes Jahr auf die Beine. Die Partei konnte damals Bundesrätin Doris Leuthard als Festrednerin gewinnen. «Die Feier 2017 war ein Riesenerfolg», schwärmt CVP-Nationalrätin Andrea Gmür-Schönenberger, die den Verein 31/07 Bundesfeier präsidiert. «Über 2000 Leute besuchten unseren Anlass.» Ziel sei es, dieses Jahr noch mehr Besucher anzulocken. Der Platz vor dem Rednerpult war indes grösstenteils leer. Das lag allerdings nicht an fehlendem Interesse - die Besucher verschoben sich lediglich in Richtung Vierwaldstättersee, um im Schatten des KKL-Daches der prallen Sonne zu entfliehen.

«Es ist wichtig, uns daran zu erinnern, wo unsere Wurzeln sind», so Andrea Gmür. «Die Stadt Luzern im Herzen der Zentralschweiz sollte dabei eine wichtige Rolle spielen.» Sie begrüsste den diesjährigen Ehrengast: Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der spontanen Applaus erntete, als er nach einer kurzen Schiffsfahrt den Europaplatz betrat. Gmür: «Willkommen in der schönsten Stadt der Schweiz, Herr Bundesrat.»

«Wir können nie genug Touristen hier haben.»

«Sie haben absolut Recht, Frau Nationalrätin Gmür», sagte Schneider-Ammann, sowie er ans Rednerpult getreten war. «Luzern ist die schönste Stadt der Schweiz - nach Bern.» Luzern sei «le petit paradis dans le petit paradis Suisse.» In seiner Rede betonte der Wirtschafts- und Bildungsminister denn auch die touristische Bedeutung der Stadt.

«Luzern lebt vom Tourismus», so Schneider-Ammann. «Aber das muss ich Ihnen wohl nicht erklären: Hier in Luzern ist die Seebrücke ab und zu koreanisch, ab und zu singapurisch. Und ab und zu geht es an die Grenze des Erträglichen, habe ich mir sagen lassen. Aber meine sehr verehrte Luzernerinnen und Luzerner, wir können nie genug Touristen hier haben.»

Mit «Paradies» sei aber nicht nur die Schönheit des Landes gemeint, sondern auch seine Wirtschaft. «Ich reise viel in der Welt herum und sehe viele verschiedene Situationen - auch in Ländern, denen es weniger gut geht. Wir in der Schweiz sind vollbeschäftigt. Wir sind auf 2,4 Prozent Arbeitslosigkeit. Zeigen Sie mir ein Land auf der Welt, wo man so etwas findet.»

Die paradiesischen Zustände in der Schweiz seien allerdings nicht selbstverständlich. «Wir werden rund um die Welt beneidet. Und doch: Wir tun gut daran, nicht in Selbstgefälligkeit zu verfallen. Wir tun gut daran, der Welt zu helfen, dass auch sie voran kommt.» Also: Engagement vermehrt auch ausserhalb der Schweizer Grenze. Davon profitiere letztlich auch die Schweiz.

Fahnenschwinger auf dem Rütli. (Bild: Philipp Schmidli/LZ)
Messe zum 1. August in der Kirche Reussbühl. (Leserbild: Charles Wüest)
Wir genossen einen schönen Abend im Hotel Friedheim mit einem ausgezeichneten Dinner. (Leserbild: Peter Lipp)
Auf dem Acker von Nathalie und Alois Bammert strahlen diese beiden Sonnenblumen mit der Sonne um die Wette. (Bild: Peter Helfenstein)
Festlich geschmückt. (Bild: Susanne Burch (Emmen, 1. August 2018))
Das bewilligte Feuerwerk von Brunnen mitten auf dem Vierwaldstättersee anlässlich der Bundesfeier in der Schwyzer Gemeinde Brunnen. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Wurden wir etwa am 1. August 2018 vom Stanserhorn aus beobachtet? Keine Angst, hier unten im Tal hatten wir gar nichts zu verbergen! (Margrith Röthlin-Imhof (Meggen, 1. August 2018))
Auch Luzerner im Ausland feiern, wie hier an einer 1.-August-Feier in Andalusien. (Lukas Hammer (Riogordo, 1. Augist 2018))
Bewilligtes 1.August-Feuerwerk. (Bild: Leo Schuler-Steiner (1. August 2018)
1. Augustfeier Zug: Der Sänger James Gruntz spielt auf dem Landsgemeindeplatz für die Zuger Bevölkerung. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)
1. Augustfeier Menzingen: Man trotzt dem Regen. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)
1. Augustfeier in Walchwil mit Julian von Flüe und Band. (Bild: Werner Schelbert/ZZ)
1. August Rede in Sarnen. (Bild: Izedin Arnautovic (Sarnen, 01. August 2018))
S'Obwaldner Trachtechörli. (Bild: Izedin Arnautovic (Sarnen, 01. August 2018))
1. August Rede in Sarnen mit Obwaldner Trachtechörli und Hanspeter Müller-Drosaart (Bild: Izedin Arnautovic (Sarnen, 01. August 2018))
Bundespraesident Alain Berset während seiner 1. August-Ansprache. Neben ihm eine Übersetzerin für Gebärdensprache. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Viele feierten den 1. August auf dem Rütli. (Bild: Philipp Schmidli/LZ)
Heute währen der Wanderung von Grafenort nach Engelberg durch den Aaschluchtweg. (Bild: Felix Odermatt)
Landwirt Martin Theiler zeigt Ständerat Konrad Graber, Ständerat Damian Müller und Bundesrat Johann Schneider-Ammann (L-R) das Kräuterfeld auf dem Kräuterhof in Hergiswil bei Willisau. (Bild: Philipp Schmidli/LZ)
Die Landwirte Martin Theiler (R) und Alois Theiler (L) mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann (M) im Kräutergarten auf dem Kräuterhof in Hergiswil bei Willisau. (Bild: Philipp Schmidli/LZ)
Hofderer Schwizer-Fiir auf dem Brauiplatz: Solosängerin Esthi Wildisen mit der CH-Hymne. (Leserbild: Eva Rieder/Daniel Rüttimann)
Hofderer Schwizer-Fiir auf dem Brauiplatz: Ständerat Damian Müller als Festredner vor 400 Gästen. (Leserbild: Daniel Rütimann)
Titlis, 06:05 Uhr. (Leserbild: Martin Stadelmann)
Im Reka Feriendorf Golfo del Sole wurde für die Schweizer Gäste ein super Animationsprogramm auf die Beine gestellt. Um 12:15 gingen Hunderte von Ballone in die Luft. (Leserbild: Patrick Botta)
Artillerieverein Seetal am alljährlichen Salutschiessen am Luzernerquai. Dieses Jahr konnte infolge der Trockenheit nicht geschossen werden. (Leserbild: Josef Lustenberger)
Sonnenaufgang am 1. August im Urserntal. (Leserbild: Markus Christen)
E schöne 1. August! (Leserbild: Maria Hecht)
Nach der gelungen Feier auf dem Europaplatz in Luzern. (Leserbild: Werner J.)
Happy Birthday Schweiz! (Bild: Pius Amrein/LZ)
Johann Schneider-Ammann hielt am Dienstag eine Rede auf dem Europaplatz und läutete damit in Luzern den 1. August ein. (Bild: Pius Amrein/LZ)
Johann Schneider-Ammann läutet am Dienstag mit seiner Rede vor dem KKL den 1. August ein. (Bild: Simon Mathis/LZ)
31 Bilder

Die Zentralschweiz feiert den 1. August

«Alles, was in Luzern mehr als ein Mal stattfindet, ist Tradition.»

«Das Bild ist stimmig. Behalten wir es stimmig», so Schneider-Ammann. «Dafür braucht es Anstrengungen, viel gegenseitiges und parteiübergreifendes Vertrauen. Wir sind dabei, das miteinander zu leben.» Das Tuten eines Dampfers übertönte die letzten Worte des Bundesrates. Er nahm das als Signal, seine Rede zu beenden.

Auch die Luzerner Stadträtin Franziska Bitzi Staub betonte die touristische Seite Luzerns. «Die Schweiz wird nicht nur aufgrund des politischen Systems geschätzt, sondern auch aufgrund der Gastfreundschaft», betonte sie in Ihrer Grussbotschaft der Stadt. Sie äusserte ausserdem die Hoffnung, dass die Bundesfeier 31/07 künftig zur Tradition werde.

«Keine Sorge», erwiderte Nationalrätin Andrea Gmür. «Alles, was in Luzern mehr als ein Mal stattfindet, ist Tradition.» Damit wurde in die Nationalhymne übergeleitet - und danach ins Musikprogramm, das sich bis in die erste Stunde des 1. Augusts erstrecken soll.

Auch für Schneider-Ammann war noch nicht Feierabend. Er verabschiedete sich in Richtung Emmetten, um dort seine zweite Rede des Abends zu halten. Am 1. August schliesst er seine Reise durch die Zentralschweiz gemütlich ab - auf dem Kräuterhof der Familie Theiler bei Hergiswil am Napf.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.