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JUBILÄUM: Nachwuchs dank Musiklager

Vor 25 Jahren wurde die Luzerner Jugend Brass Band gegründet — eine Erfolgsgeschichte.
Luzerner Jugend Brassband (Bild: Marion Wannemacher, 11. April 2012)

Luzerner Jugend Brassband (Bild: Marion Wannemacher, 11. April 2012)

Die Luzerner Jugend Brass Band (LJBB) ist keine normale Jugendmusik, sondern ein Projektorchester. Während einer Lagerwoche in den Osterferien studieren zwei Bands ein Konzertprogramm ein. Patrick Ottiger, Musikkommissionspräsident der LJBB, nennt es «ein Gefäss zur musikalischen und kameradschaftlichen Förderung».

Das Projekt wurde von der Bürgermusik Luzern (BML) initiiert. Anfang der 90er-Jahre suchte man Wege zur Förderung des musikalischen Nachwuchses. So entstand die Vision eines Musiklagers. Aus der Vision wurde eine Erfolgsgeschichte: Dieses Jahr feiert die LJBB ihr 25-Jahr-Jubiläum. Neben der Nationalen Jugend Brass Band ist die LJBB das zweitgrösste Projekt dieser Art in der Schweiz.

Im Lager wird professionell gearbeitet

Das Angebot richtet sich an junge Blechbläser und Perkussionisten, die entweder im Kanton Luzern wohnen oder in einer Musikgesellschaft aktiv sind. Auch musikalische Kriterien müssen erfüllt sein. Im Januar findet jeweils ein Vorspiel statt. Wer es schafft, hat eine intensive Woche vor sich. Drei Probeblöcke täglich à zwei Stunden stehen auf dem Programm, das Schlusskonzert wird jeweils in Sarnen und in zwei Luzerner Gemeinden aufgeführt. Ottiger legt Wert darauf, dass im Lager professionell gearbeitet wird. Er engagiert auch Dirigenten mit internationalem Renommee. So arbeiteten schon Nick Childs, Ian Porthouse und dieses Jahr Russell Gray mit der LJBB. Die Lagerteilnehmer werden nach ihrem musikalischen Niveau in eine A- und eine B-Band eingeteilt.

«Erfahrung ist wichtiger als korrekte Besetzung»

Die Lager erfreuen sich grosser Beliebtheit. Anfänglich seien rund 60 junge Musikanten dabei gewesen, zuletzt waren es gegen 100. Bemerkenswert: Während die LJBB stetig wuchs, mussten Musiklager in anderen Kantonen wegen Teilnehmermangel eingestellt werden.

Ottiger: «Wir wollen möglichst vielen Jugendlichen dieses Erlebnis ermöglichen. Die Erfahrung ist viel wichtiger als die korrekte Besetzung der Bands.» Er ist überzeugt, dass die Lager eine sehr wertvolle Erfahrung darstellen. Viele Jugendliche kämen mehrmals mit, entwickeln sich musikalisch, knüpfen Kontakte. So entstehe eine enge Gemeinschaft. Für das ganze Organisationsteam sei es deshalb jedes Jahr ein Höhepunkt, wenn die Lagerteilnehmer sich nach dem letzten Konzert verabschieden. «Das LJBB ist eine wunderbare Erfolgsgeschichte, ein tolles Gefäss der Nachwuchsförderung, das qualitativ hochstehende Musik hervorbringt, wo Freundschaften geschlossen und Teamgeist gelebt werden. Es begeistert mich total», sagt Ottiger.

Organisiert wird das Lager von der BML. Sie kann einen Teil der Kosten durch Beiträge von Stiftungen decken. Nicht nur den jungen Musikanten kommt diese Arbeit zugute, sondern auch der BML selbst. Immer wieder offenbaren sich im Lager Talente, die dann in den Reihen der BML-Talents – der eigentlichen Jugendmusik der BML – weiter musizieren. Und manch einer schaffte später auch den Sprung zur Bürgermusik selbst. 14 der 31 aktiven Mitglieder der BML haben selbst einmal ein LJBB-Lager besucht.

Manuel Burkhard

stadt@luzernerzeitung.ch

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