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JUBILÄUM: Von hinten komischer als von vorne

Zum 20-jährigen Bestehen macht das Theater Bagasch der Schlangengrube Theater eine köstliche Liebeserklärung mit dem Klassiker «Der nackte Wahnsinn». Aus verschiedenen Perspektiven.
Generalprobe für das Stück «Der nackte Wahnsinn». Bild: Yvonne Imbach (Luzern, 26. Oktober 2016)

Generalprobe für das Stück «Der nackte Wahnsinn». Bild: Yvonne Imbach (Luzern, 26. Oktober 2016)

Das Theater Bagasch feiert Jubiläum und schenkt sich mit Michael Frayns Theaterspass «Der nackte Wahnsinn» einen der rasantesten Klassikern unter den Theaterkomödien. Die Zutaten zu diesem Jubiläumsmahl sind bemerkenswert: Geprobt wurde ein ganzes Jahr, über 50 Proben liegen hinter den neun Spielerinnen und Spielern. Und das Bühnenbild lässt keine Wünsche offen: Das Stück verlangt nach einer zweistöckigen Kulisse mit vielen Türen, die für die unzählige, zum Teil entfesselten Auf- und Abgänge stabil sein muss.

Fabio Bernasconi und Sandro Felder haben das Bühnenbild entworfen und erbaut. Nur schon die Anzahl der verwendeten Schrauben lässt erahnen, wie viel Zeit und Schweiss sie dafür aufgebracht haben. Die Bühne stand das letzte halbe Jahr im Probelokal in der «Viscosi-Stadt» und wurde erst letzten Sonntag dort ab- und im Theater Pavillon wieder aufgebaut. «Von den insgesamt 3500 Schrauben drehten wir 2500 raus und wieder rein», sagt Fabio Bernasconi.

Die Schinderei hat sich gelohnt

Kreativer Kopf des Theaters Bagasch ist Regisseur Dieter Ockenfels: «Diese Produktion ist eine riesige Herausforderung für alle, auch für die Technik. Und es ist wohl eines der härtesten Stücke in meinem Leben.» Die Schinderei bis zur Bühnenreife hat sich gelohnt, der Zuschauer kommt in den Genuss von drei fast rauschhaften Akten, die vom Ensemble äusserst präzise und mit viel sportlicher Leistung hochkarätig gespielt werden.

Das Stück zeigt im ersten Akt die Generalprobe einer Theatergruppe, die nicht nur auf der Bühne mit vielen Turbulenzen zu kämpfen hat. Der zweite Akt zeigt die spätere Vorstellung, aber aus der Perspektive von hinter der Bühne. Da weiss man oft nicht mehr, wo hingucken, es herrscht ein Tohuwabohou, ein einziges lustvolles Chaos. Der dritte Akt spielt wieder auf der Bühne, wo die Masken endgültig fallen. Dem harmonisch agierenden Ensemble gelingt es, das geforderte hohe Tempo konstant zu halten und die Texte, die oft nur in Nuancen anders sind, mühelos richtig wieder zu geben. Die Liebe zum Theater ist bei allen Beteiligten omnipräsent. Der Funke springt sofort aufs Publikum über, es herrscht der nackte Lach-Wahnsinn bis zum Schlussapplaus.

Hinweis

Aufführungen: Heute, 29./31. 10., je um 20 Uhr. 1. 11./ 17 Uhr. 4. und 5. 11. /20 Uhr. Theater Pavillon Luzern. www.bagasch.ch

Yvonne Imbach

Bild: Yvonne Imbach

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