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Judith Dörflinger und Beat Züsli bilden das SP-Zweierticket für die Stadtratswahlen 2020

Jetzt ist klar, mit welchen zwei Personen die SP Luzern für den Stadtrat kandidiert: Neben Stadtpräsident Beat Züsli will die Parteileitung Judith Dörflinger vorschlagen.
Robert Knobel

Die SP will am 29. März 2020 mit zwei Kandidaten bei den Luzerner Stadtratswahlen antreten: Neben dem amtierenden Stadtpräsidenten Beat Züsli will die SP-Parteileitung Judith Dörflinger als zweite Kandidatin vorschlagen. Definitiv nominiert werden soll die 50-Jährige an der Mitgliederversammlung am 29. Oktober. Dörflinger ist aktuell Schulleiterin in den Schulhäusern Säli und Steinhof. Zwischen 2013 und 2017 war sie Mitglied des Luzerner Stadtparlaments.

Die zwei SP-Leute für die Stadtratswahlen 2020: Judith Dörflinger und Beat Züsli. (Bild: Robert Knobel)

Die zwei SP-Leute für die Stadtratswahlen 2020: Judith Dörflinger und Beat Züsli. (Bild: Robert Knobel)

Die SP hatte bereits vor einiger Zeit signalisiert, dass sie mit einem Zweierticket für die Stadtratswahlen liebäugelt. Klar war dabei, dass es sich bei der zweiten Person um eine Frau handeln soll. Doch die Suche gestaltete sich als schwierig – zeitweise stand sogar im Raum, dass die SP auf eine Zweierkandidatur verzichtet und stattdessen auf eine zweite grüne Kandidatin setzen könnte. Im Gespräch war Korintha Bärtsch. Doch diese stand dann doch nicht zur Verfügung – wodurch der Ball wieder bei der SP lag.

Bei der Präsentation ihrer Kandidatur skizzierte Judith Dörflinger am Dienstagmorgen ihre politischen Schwerpunkte. Sie liegen bei der Familienpolitik.

«Ich stelle mich als linke und berufstätige Familienfrau zur Wahl. Damit gehöre ich einer Bevölkerungsgruppe an, die bisher nicht im Stadtrat vertreten ist.»

Im Falle einer Wahl werde sie sich dafür einsetzen, dass die Stadt Luzern familienfreundlicher wird – und damit der Anteil von Kindern und Jugendlichen an der Wohnbevölkerung wieder steigt.

Die Massnahmen dazu: Das Angebot der ausserschulischen Betreuungsplätze soll rasch ausgebaut werden, zudem soll bezahlbarer und familienfreundlicher Wohnraum gefördert werden.

«Die Aussenräume müssen freundlich und sicher gestaltet sein, das kommt nicht nur den Familien zugute. Wir brauchen keine Spange Nord, aber durchgehende und dadurch sichere Verkehrswege für den Langsamverkehr und den ÖV.»

Auch die Gleichstellungspolitik sei ihr ein grosses Anliegen, so Dörflinger.

Bei den Stadtratswahlen gibt es keine vakanten Sitze zu besetzen – alle fünf Bisherigen treten wieder zur Wahl an. SP-Präsident Claudio Soldati betont, dass Dörflingers Kandidatur «kein Angriff auf ein bestehendes Stadtratsmitglied» bedeute. «Wir wollen den Wählern einfach eine Auswahl bieten.» Klar ist indessen, dass eine zweite SP-Kandidatin am ehesten GLP-Stadträtin Manuela Jost in Bedrängnis bringen kann. Dies einerseits, weil die GLP aufgrund ihres Wähleranteils die schwächste Legitimation für eine Vertretung im Stadtrat besitzt. Sollte zudem Manuela Jost wie schon 2016 in den zweiten Wahlgang müssen, könnte es zu einem Duell zwischen ihr und Judith Dörflinger kommen. Welches Szenario auch immer eintreten mag, es sei Teil des politischen Geschäfts, so Soldati: «Die Stadträte wissen, dass alle vier Jahre Wahlen sind.»

Definitiv nominiert ist bis jetzt erst einer der fünf Stadträte: Letzte Woche haben die Grünen die Kandidatur von Adrian Borgula offiziell beschlossen. Am Dienstagabend, 24. September wird die FDP mit Martin Merki folgen. Die GLP wird Manuela Jost voraussichtlich im November nominieren. Spannend werden die Nominationen von SVP und CVP. Die SVP ist bisher nicht im Stadtrat vertreten und wird Ende Oktober bekannt geben, mit wem sie 2020 antreten will. Bei der CVP gibt es derweil Überlegungen, neben Franziska Bitzi noch eine zweite Person zu präsentieren. Entscheiden wird die Partei im November.

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