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JUGEND: Hoffnung für junge Arbeitslose

Mit der Stiftung Speranza bekämpfte der verstorbene Nationalrat Otto Ineichen Jugendarbeitslosigkeit. Nun entstehen daraus zwei neue Projekte.

Carole Gröflin

«Kein Jugendlicher ohne Anschlusslösung.» So lautete das Ziel des 2012 verstorbenen Nationalrats Otto Ineichen, welches er bei einer Medienkonferenz vor vier Jahren erneut beteuerte. Um dieses zu erreichen, gründete er im Jahr 2006 den Verein Speranza 2000, welcher zwei Jahre später in eine Stiftung umgewandelt wurde. «Die Stiftung wird auf den 31. Juli ihre Aktivitäten einstellen», sagt Geschäftsführer Stephan Clavadetscher. Doch mit der Stiftung gehen nicht alle Angebote zu Ende: «Wir konnten eine nationale Organisation finden, welche unser Projekt ‹berufliche Neuorientierung› weiterführen wird», bestätigt Clavadetscher Recherchen unserer Zeitung. Das Projekt griff bisher jungen Arbeitslosen zwischen 18 und 25 Jahren, die im aktuellen Beruf nicht glücklich waren oder eine berufliche Veränderung wollten, unter die Arme.

Pro Juventute übernimmt Projekt

«Es ist richtig, dass Pro Juventute Schweiz das Projekt ‹berufliche Neuorientierung› von der Stiftung Speranza übernehmen wird», bestätigt Irene Meier, Mediensprecherin von Pro Juventute. Derzeit befindet sich die Organisation, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzt, in den Vorbereitungen. Mitte Juni wolle man detailliert informieren, wie das Projekt weitergehen wird. Das Angebot bestand bisher im Rahmen der Initiative «Check your Chance». Die Credit Suisse setzt sich seit 2009 mit dieser Aktion für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ein. Im letzten Februar wurde hierfür ein nationaler Dachverein gegründet, welchem sechs Nichtregierungsorganisationen angegliedert sind. Pro Juventute ist bereits heute eine Partnerorganisation.

Derweil hat sich aus den Speranza-Reihen ein neues Projekt herauskristallisiert: Fünf bald ehemalige – Speranza-Mitarbeiter und zwei Lehrlinge starten ab Mitte August mit dem Projekt namens FuturX. «Wir unterstützen junge Menschen auf ihrem Weg in die Berufslehre oder beim Berufseinstieg», erklärt Adrian Schmid, Co-Geschäftsleiter der im April neu gegründeten Genossenschaft. FuturX wendet sich an 15- bis 30-Jährige mit schwierigen Ausgangslagen. Insbesondere ansprechen wolle man diejenigen, die aus den sonstigen Brückenangeboten gefallen sind. Schmid: «Wir sehen uns als Ergänzung der kantonalen Angebote.» Die Nachfrage für die Dienstleistungen gebe es, das zeige gemäss Schmid auch ein Blick auf die Anzahl gemeldeter Jugendlicher bei den sozialen Diensten. Zudem gäbe es bereits Interessenten, die sich bei ihnen gemeldet hätten.

Jugendliche auf Weg begleiten

Mit sieben Mitarbeitern wird FuturX kleiner sein als die Speranza-Stiftung heute. «Unser Angebot entspricht in etwa demjenigen von Speranza, es ist jedoch familiärer», erläutert Schmid. So könne eine besonders enge Begleitung gewährleistet werden. Besonders wichtig sei es den Initianten, dass die Angebote individuell an die Bedürfnisse der Jugendlichen sowie der zuweisenden Stellen angepasst sind.

Interessierte Personen können sich aktuell per E-Mail unter futurx@gmx.ch zu einem kostenlosen Beratungsgespräch anmelden. Die Begleitung in der Lehrvorbereitung besteht aus den drei Bausteinen persönliche Beratung, individuelle Bildung und Berufsintegration. Hierfür greift die Genossenschaft FuturX auf das Wissen und das Firmennetzwerk von Speranza zurück. Nebst der Lehrvorbereitung werden auch Jugendliche während der Ausbildung bei Schwierigkeiten in der Schule und im Betrieb unterstützt.

Adrian Schmid, Vera Ziswiler und Rahel Theiler, die gemeinsam die Geschäftsleitung innehaben, werden in ihrem Vorhaben von der Albert Koechlin Stiftung und der Josef-Müller-Stiftung unterstützt.

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