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Jugendliche sollen in Rothenburg einen neuen Treffpunkt erhalten

Der Jugendtreff Youth Town in Rothenburg ist nur noch für Oberstufenschüler zugänglich. Nun soll ein neues Angebot für ältere Jugendliche geschaffen werden – das diese auch gleich mitgestalten können.
Beatrice Vogel
Der Jugendtreff Juzz in Rothenburg. (Bild: PD)

Der Jugendtreff Juzz in Rothenburg. (Bild: PD)

Der Rothenburger Jugendtreff Youth Town bei der Chärnshalle, auch Juzz genannt, erfreut sich grosser Beliebtheit. Einst war dieser für alle Jugendlichen geöffnet, seit diesem Jahr werden aber nur noch jene im Oberstufenalter eingelassen. «Wir haben festgestellt, dass es nicht einfach ist, die ganze Bandbreite von Bedürfnissen abzudecken», erklärt Linus Wattenhofer, Jugendarbeiter bei der Jugendanimation Rothenburg. In den letzten eineinhalb Jahren sei fast die Hälfte der Juzz-Besucher über 16 Jahre alt gewesen, obwohl die primäre Zielgruppe jünger sei. Wattenhofer:

«Die Bedürfnisse von Schülern und Schülerinnen sind andere als jene von Lehrlingen.»

Ein 12-Jähriger höre andere Musik, drücke sich anders aus, habe andere Themen, die ihn beschäftigen, als eine 17-Jährige. Ein Angebot zu schaffen, dass alle Jugendlichen gleichermassen abholt, sei kaum möglich, so Wattenhofer. Zu Auseinandersetzungen zwischen den Altersgruppen sei es hingegen kaum gekommen. «In Rothenburg sind die Jugendlichen gut untereinander vernetzt.»

Trotzdem habe man sich entschieden, im Jugendtreff – der jeweils am Mittwochnachmittag und Freitagabend geöffnet ist – nur noch Oberstüfler zuzulassen, sagt Wattenhofer, «auch wenn diese Entscheidung natürlich nicht bei allen beliebt war». In einer Meinungserhebung, bei der gefragt wurde, was die Jugendlichen davon halten, gab es sehr unterschiedliche Reaktionen, die teils auf der Webseite der Jugendanimation aufgeschaltet sind. So meint beispielsweise ein Jugendlicher: «Auch Personen, die aus der Sek raus sind, sind noch Jugendliche. Sie haben hier Spass, geben hier Geld aus und fühlen sich hier wohl. Ich bin damit nicht einverstanden.» Und ein anderer schreibt:

«Wie soll ich reagieren, wenn mir etwas genommen wird, was ich seit Jahren besuche. Ich habe ab 2019 keine Möglichkeit mehr, in Rothenburg Spass zu haben.»

Die andere Meinung gibt es aber ebenso: «Ich finde es gut, weil ich denke, dann kommen mehr 1.-Sekler.» Und tatsächlich: Laut Linus Wattenhofer besuchen seit Januar wieder mehr 1.-Oberstufen-Schüler und -Schülerinnen den Juzz. Gleichwohl ist den Verantwortlichen bewusst, dass auch ältere Jugendliche das Bedürfnis nach Ansprechpersonen und Treffpunkten haben.

Lieber ein Treffpunkt als eine Spielkonsole

So soll es nun ein neues Angebot für ältere Jugendliche geben. Eine erste Umfrage – an der 85 Jugendliche teilgenommen haben – wurde bereits durchgeführt. «Diese hat ergeben, dass sich die meisten einen Treffpunkt wünschen, wo Musik läuft», sagt Wattenhofer. Unterhaltungselektronik wie Spielkonsolen und dergleichen werde hingegen kaum gefordert. Es sei auch der Vorschlag gekommen, das Youth Town einfach zusätzlich samstags für die älteren Jugendlichen zu öffnen.

Um noch weitere Ideen zu sammeln, wird am Samstag ein Workshop durchgeführt. Dort können nicht nur Jugendliche teilnehmen: «Alle Rothenburger sind eingeladen, mitzudiskutieren.» Ziel ist es unter anderem, die Ideen auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen – «eine Shisha-Bar wird sicher nicht möglich sein» – und weiter auszuarbeiten. Daraus soll ein Konzept für ein Ü16-Freizeitangebot resultieren, das mit den Jugendlichen erarbeitet wurde. Linus Wattenhofer: «Die abschliessende Entscheidung, was umgesetzt wird, fällt dann der Gemeinderat.»

Der Workshop findet am Samstag, 13. April, um 13.30 Uhr im Singsaal Konstanz statt.
Weitere Informationen: www.jugend-rothenburg.ch

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