Jugendliche sollen weiter sammeln dürfen

Jugendliche sollen auch in Zukunft Altpapier und Karton sammeln dürfen. Das fordert die JCVP in einer Petition. Der Ball liegt nun bei den Gemeinden.

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Die Initianten Davide Piras (links) und Daniel Piazza mit den gesammelten Unterschriften. (Bild: PD)

Die Initianten Davide Piras (links) und Daniel Piazza mit den gesammelten Unterschriften. (Bild: PD)

Die Initianten Davide Piras (links) und Daniel Piazza mit den gesammelten Unterschriften. (Bild: PD)

Die Initianten Davide Piras (links) und Daniel Piazza mit den gesammelten Unterschriften. (Bild: PD)

Die JCVP des Kantons Luzern hat am Dienstagmorgen die Petition «Papier- und Kartonsammlungen weiterhin bei den Jugendverbänden» mit 2705 Unterschriften eingereicht. Die Petition verlangt, dass Papier- und Kartonsammlungen auch künftig von Jugendverbänden, das heisst Leitern ab etwa 16 Jahren, durchgeführt werden können.

Der Vorstand des regionalen Abfallverbandes Real hat bereits beschlossen, dass es auch ab 2013 für Gemeinden möglich sein soll, ihre Papier- oder Kartonsammlungen eigenständig durchführen zu können, wenn sie dies wollen. Einige Gemeinden lassen Papiersammlungen schon seit Jahrzehnten von Jugendverbänden durchführen. Der Abfallverband hätte ursprünglich ab 2013 alle Papiersammlungen selber durchführen wollen.

Gemeinden im Fokus

Der Fokus liegt nun nach Aussagen von Daniel Piazza, Mit-Initiant der Petition, wieder bei den Gemeinden: «Die Jugendverbände haben mit dem Real-Entscheid die Gemeinden als Ansprechpartner zurückgewonnen. Das ist
enorm wertvoll, aber die inhaltliche Arbeit sowie die Entscheidungen der Gemeinden liegen nun noch vor uns.»

Der Ball liegt jetzt formell bei den zuständigen Gemeindegremien. «Die Gespräche werden sich insbesondere um die weitere Verbesserung der Sicherheit, die Form der Weiterführung der Papier- und Kartonsammlungen sowie allenfalls die Suche nach gleichwertigen Lösungen drehen», schreibt die JCVP in einem Communiqué weiter.

pd/rem

Wer haftet?

Wenn Gemeinden Jugendverbände für Papiersammlungen einsetzen, liegt die volle haftungstechnische Verantwortung bei den Kommunen. Deshalb gibt es heute laut Martin Zumstein, Direktor des regionalen Abfallverbandes Real, nur noch wenige Gemeinden, die ihre Sammlungen von Vereinen durchführen lassen.

Dass ein Restrisiko besteht, wenn Jugendliche Altpapier sammeln, zeigt der tragische Unfall am 11. Mai 2007 in Buchrain. Damals sammelte eine Primarklasse Altpapier. Begleitet wurde sie von einem Kehrichtsammelwagen. Während eines Rückwärtsmanövers kam ein 13-jähriger Schüler unter die Hinterachse des Lastwagens und verstarb. Seither lassen immer mehr Gemeinden das Altpapier oder den Karton von Unternehmen einsammeln.

red