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JUGENDRADIO: «Kick Ass Award»-Trophäe wurde entführt

Sie haben den «besten Zentraschweizer Song» geschrieben. Doch die Auszeichnung dafür hat die Band «Dans la Tente» aus Willisau am vergangenen Wochenende scheinbar gar nicht erhalten.
Der «Fotobeweis», dass sich die Trophäe tatsächlich in der Gewalt der GFHKAA befindet. (Bild zVg)

Der «Fotobeweis», dass sich die Trophäe tatsächlich in der Gewalt der GFHKAA befindet. (Bild zVg)

Gemäss dem Luzerner Jugendradio «3fach» war der Wanderpokal, den der letztjährige Sieger Henrik Belden wieder zurückgegeben hatte, am Abend der Preisverleihung nicht mehr auffindbar.

Kritik an Froschschenkel-Aktion
Gemäss einem Bekennerschreiben der «Coki Frosch Front» (CFF) wurde dieser entführt – aus Protest, weil Radio 3fach im Zuge einer Rabattaktion für Mitglieder Vergünstigungen auf Froschschenkel in der Luzerner «Bar 59» anbietet. «Uns war leider zu wenig bewusst, dass wir damit auf indirekte Weise den Verzehr von Froschschenkeln unterstützen könnten», hatte Marc Rambold, verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei Radio «3fach», zum Fauxpas im Vorfeld der Award-Verleihung unserer Zeitung gegenüber Stellung genommen. Und war sich auch nicht zu schade, sich als Reaktion auf den Artikel als bekennenden Frosch-Aktivisten zu outen. Das Ganze hatte sich sowieso als Sturm im Wasserglas herausgestellt: Aufgrund Protesten führt die Bar 59 Froschschenkel inzwischen gar nicht mehr im Sortiment.

«Glaubensfront» schaltet sich ein
Das kuriose Geschichtchen, das laut «3fach» «kein PR-Gag» sei, wie die Pendlerzeitung «20 Minuten» berichtet, geht aber noch weiter: Gemäss der Programmleiterin Julia Stirnimann («Wir haben wirklich keinen blassen Schimmer, wer den Pokal genommen hat.») ist in der Zwischenzeit nämlich ein weiteres Bekennerschreiben beim Jugendradio eingetrudelt – von der GFHKAA (Glaubensfront für einen humaneren Kick Ass Award). Diese Gruppe, die den Pokal der CFF abgejagt haben will, vertritt die «dezidierte Meinung, dass diese einstmals tolle Veranstaltung zu perfekt, zu gestylt und zu ?mainstreamig? geworden ist, um die alternative Musikszene Luzerns zu repräsentieren» und stellt einen ganzen Strauss offensichtlich nicht ganz ernst gemeinter Forderungen in den Raum.

«Radio Müsli» in der «Wonderbar»
Etwa, dass der «Kick Ass Award» künftig nicht mehr in der Schüür, sondern in «Tschuppis Wonderbar» übergeben werden solle und dass der Anlass nur noch von «Radio Müsli oder einem anderen Vertreter der Güggelizunft» moderiert werden dürfe. Dass es sich bei den Kidnappern definitiv um einen «friendly takeover» aus dem Kreis von 3fach-Sympathisanten handelt, wird endgültig am Umstand klar, dass die Entführer gemäss Stirnimann dem Radio am (heutigen) Dienstagnachmittag die Trophäe bei einem (anonymen) Interview zurückgeben wollen.

Dave Schläpfer

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